Leipzig (dpa/ds) l Die 3. Liga wird ihre Saison am 30. Mai fortsetzen und will die Spielzeit bis zum 4. Juli abschließen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag (21. Mai) mit, nachdem die Entscheidung im Präsidium per Umlaufverfahren fixiert worden war. Die Clubs waren bereits per E-Mail am späten Mittwochabend unterrichtet worden. Zuerst hatte die "Bild" über die Entscheidung berichtet. "Die bevorstehende Rückkehr in den bundesweiten Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen", heißt es in der Mitteilung des DFB.

Demnach wird die Saison mit dem 28. Spieltag fortgesetzt. Der Rest der Spielzeit wird durchgehend in englischen Wochen ausgetragen. Die Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. "Die Vereine, an deren Standorten per Verfügungslage noch kein Profispielbetrieb erlaubt ist, sind nun noch einmal dazu aufgefordert, in aktive Klärung mit den zuständigen Behörden zu treten", teilte der DFB mit. Sollte ein Club sein eigenes Stadion nicht nutzen dürfen, müsse er in eine andere Spielstätte ausweichen.

Umzug für Carl Zeiss Jena?

Das beträfe Carl Zeiss Jena. Die Thüringer sollen laut Spielplan am 31. Mai gegen den Chemnitzer FC antreten. Der Tabellenletzte darf sein Stadion aufgrund behördlicher Verfügungen allerdings bis zum 5. Juni nicht nutzen. "Die 3. Liga ist eine bundesweite Profispielklasse, negative politische Verfügungslagen an vereinzelten Standorten dürfen hier nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden", sagte DFB-Präsident Fritz Keller.

Noch in der Vorwoche hatte der 1. FC Magdeburg in der aufgeheizten Diskussion um einen Abbruch oder die Fortsetzung der Saison vom Deutschen Fußball-Bund Fairplay, Integrität, Respekt, Vielfalt und Solidarität gefordert. Das Wollitz-Team müsste nun am 30. Mai ab 14 Uhr in der heimischen Arena gegen den 1. FC Kaiserslautern antreten.