Nationalmannschaft

Müllers Sechs-Wochen-Projekt: „0,0 Gedanken“ über EM hinaus

Von dpa
Thomas Müller (M.) sieht seine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft zunächst als Sechs-Wochen-Projekt.
Thomas Müller (M.) sieht seine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft zunächst als Sechs-Wochen-Projekt. Christian Charisius/dpa

Seefeld - Thomas Müller sieht seine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft zunächst als Sechs-Wochen-Projekt. „Ein Blick darüber hinaus - auch wenn ich weiß, dass Hansi Flick Trainer wird - ist 0,0 in meinen Gedanken“, sagte der Fußball-Nationalspieler im EM-Vorbereitungscamp in Seefeld.

Bundestrainer Joachim Löw hat den 31 Jahre alten Müller wie den Dortmunder Mats Hummels für das paneuropäische Turnier in diesem Sommer nach der Ausbootung 2019 wieder in seinen Kader geholt. „Ein bisschen dazu beizutragen, Fußball-Deutschland wach machen zu können, da freut man sich“, betonte Müller: „Ich bin glücklich, dass ich diese Chance bekomme.“

Der Disput mit Löw vor mehr als zwei Jahren sei jetzt „Schnee von gestern“, machte Müller deutlich. „Ich hätte es gern anders gehabt, ich habe es verstanden. Es ging nur um die Art und Weise.“ Der Bundestrainer hatte die Rio-Weltmeister Müller, Hummels und Jérôme Boateng in München ohne Vorwarnung darüber informiert, dass er sie wegen der Verjüngung im Team nicht mehr berücksichtigen werde. Sportlich konnte Müller die Entscheidung damals sogar ein Stück nachvollziehen, da es „zu dem Zeitpunkt bei mir nicht absolut geschmiert gelaufen ist“.

Doch mit Trainer Flick beim FC Bayern kam Müller wieder in die Spur. „Ich fühle mich voll im Saft“, berichtete der Offensivspieler. Vor der Rückkehr haben sich Löw und Müller intensiv ausgetauscht. „Das waren jetzt aber keine Verhandlungen“, bemerkte der 100-malige Nationalspieler. „Ich habe das Gefühl, dass beide Seiten das Gleiche wollen, den absoluten Erfolg in den nächsten sechs Wochen.“

Ändern werde er sich als Mensch und Fußballer bei seinem Comeback nicht, unterstrich Müller: „Ich bin, wie ich bin, der Bundestrainer weiß, was er für ein Paket hinzugeholt hat. Ich werde mich nicht verändern und künstlich dominant auftreten.“