Handball-Bundesliga

Dreikampf an der Tabellenspitze der HBL

Titelverteidiger Magdeburg, Rekordchampion Kiel und die Rhein-Neckar Löwen feiern den fünften Sieg im fünften Spiel. Flensburg verliert den Anschluss. In Stuttgart gibt es die erste Trainerentlassung.

Von dpa Aktualisiert: 25.09.2022, 18:03
Der THW Kiel hat die Tabellenspitze in der HBL zurückerobert.
Der THW Kiel hat die Tabellenspitze in der HBL zurückerobert. Christian Modla/dpa/Archivbild

Hamburg - Der THW Kiel, der SC Magdeburg und die Rhein-Neckar Löwen bestimmen das Geschehen in der Handball-Bundesliga. Nach dem fünften Spieltag hat jedes Team aus diesem Trio 10:0 Punkte auf dem Konto. Tabellenführer ist dank der besten Tordifferenz der Rekordchampion aus Kiel.

Die „Zebras“ taten sich beim 29:27 (15:13)-Auswärtssieg über die TSV Hannover-Burgdorf aber lange Zeit sehr schwer. Von 19:19 (42.) setzten sich die vom früheren Bundestrainer Christian Prokop trainierten Niedersachsen auf 24:20 (48.) ab. Kiel kämpfte sich aber wieder heran und dank Keeper Tomas Mrkva auch vorbei. „Wir haben gute letzte zehn Minuten hingelegt“, sagte der tschechische Keeper, der die „Mannschaftsleistung“ in seinem Team lobte.

Dem SC Magdeburg genügte gegen den noch immer punktlosen TSV GWD Minden beim 39:25 (17:12)-Heimsieg eine durchschnittliche Leistung zu einem überzeugenden Sieg. Bis zum 9:10 (22.) hielten die Ostwestfalen mit, danach zog der Meister gegen einen komplett überforderten Gegner unaufhaltsam davon.

Löwen siegen knapp gegen Flensburg

Die dritte Mannschaft mit fünf Siegen aus fünf Spielen sind die Rhein-Neckar Löwen, die am Samstag in einer spannenden und hochklassigen Partie einen 28:27 (14:13)-Heimsieg über die SG Flensburg-Handewitt feierten. „Wie sind sehr, sehr glücklich, dass wir das enge Spiel gewinnen konnten“, sagte Löwen-Trainer Sebastian Hinze: „Es war ein umkämpftes Spiel, das in beide Richtungen gehen kann in der zweiten Halbzeit.“

Die Flensburger dagegen haben schon nach dem fünften Spieltag mit 7:3 Punkten den Kontakt zur Tabellenspitze verloren. „Die Stimmung in der Kabine ist nicht überragend“, sagte SG-Coach Maik Machulla.

Trainerentlassung in Stuttgart

Nach fünf Niederlagen in Serie hat sich der TVB Stuttgart von seinem Trainer Roi Sánchez getrennt. „Angesichts der Niederlagenserie und der spürbaren Verunsicherung der Mannschaft hat sich der TVB dazu entschieden, Roi Sánchez mit sofortiger Wirkung freizustellen“, hieß es in der Erklärung des Clubs. Interimsweise wird der frühere Spielmacher und aktuelle Scouting-Chef Michael Schweikardt übernehmen.

Der TBV Lemgo Lippe und der SC DHfK Leipzig trennten sich 29:29 (16:11). Ein weiteres Remis gab es beim 34:34 (15:18) zwischen dem HC Erlangen und der MT Melsungen.