Magdeburg (rb/jb). Der SC Magdeburg rangiert in der Bekanntheit in- und ausländischer Handball-Vereine beim deutschen Publikum auf einem bemerkenswerten vierten Platz. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Sport und Markt hervor. 66 Prozent der Befragten wissen mit dem Namen des SCM etwas anzufangen.

An der Spitze der Umfrage steht erwartungsgemäß der deutsche Serienmeister THW Kiel (73 Prozent). Dahinter folgen der VfL Gummersbach (69), der HSV Hamburg (67) sowie gleichauf der SCM und TBV Lemgo (je 66).

Überraschend an der Umfrage ist, dass Klubs wie Melsungen, Hannover-Burgdorf und Balingen in Deutschland bekannter sind als der dreimalige spanische Champions-League-Sieger Ciudad Real. "Das spricht für die Markenstärke der deutschen Klubs", sagte der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), Frank Bohmann.

Die Umfrage weist ebenso aus, dass sich Handball in Deutschland weiter im Aufwind befindet. 66 Prozent der Befragten sind an dem Sport interessiert – 2006 waren es noch 60 Prozent. Am höchsten in der Gunst steht die Nationalmannschaft: 90 Prozent der Handball-Interessierten verfolgen deren Partien. Die HBL kommt auf 78 Prozent, die Champions League auf 69 Prozent.

Im Ligabetrieb sind die Magdeburger als nächstes auswärts gefordert. Morgen Abend (19.00 Uhr) trifft die derzeit auf Rang acht rangierende Mannschaft von Trainer Frank Carstens auf das Team von TuS N-Lübbecke.

Nachdem sich der Aufsteiger aufgrund ausbleibender Erfolge im Oktober vom bisherigen Cheftrainer Patrik Liljestand getrennt und auch die Interimslösung Zlatko Feric nur durchwachsene Ergebnisse vorzuweisen hatte, übernahm nun Ex-Nationalspieler Markus Baur das TuS-Ruder.

Und dem einstigen Trainer des TBV Lemgo gelang auch gleich ein Einstand nach Maß, konnte doch in Wetzlar ein 29:24-Erfolg eingefahren werden. "Ich hoffe, wir können gegen Magdeburg da weitermachen, wo wir aufgehört haben", blickt Baur auch der nächsten Aufgabe zuversichtlich entgegen.