Flensburg/Magdeburg l Neben Albin Lagergren drehte noch ein weiterer Rückraumrechter im Pokal-Achtelfinale auf. Allerdings im über 600 Kilometer entfernten Würzburg in Bayern: Christoph Steinert. Während Lagergren die Partie in Flensburg mit sieben Treffern mitentschied, sorgte Steinert mit sechs Toren dafür, dass der HC Erlangen erstmals überhaupt in ein DHB-Viertelfinale einzog. Und mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern durfte.

Am Sonntag (16 Uhr) stehen sich Lagergren und Steinert nun in der Getec-Arena direkt gegenüber. Was deshalb ein besonderes Duell ist, weil Steinert 2019 zum SC Magdeburg wechselt und die beiden dann Positions-Kollegen sein werden.

Lagergren wird dann – Stand jetzt – wohl erst einmal der Platzhalter sein. Der Schwede hat sich schnell beim SCM eingefunden und steht meist von Beginn an auf dem Spielfeld, hat Mads Christiansen verdrängt. Zuletzt zeigte er gegen die SG Flensburg-Handewitt ein starkes Spiel. Auch wenn nicht jeder Wurf ein Treffer war – aufgegeben hat Lager- gren nie.

Das Aufstehen fiel nicht leicht

Nach Abpfiff der emotionalen Partie in der Flens-Arena ließ es der Schwede allerdings schon wieder ganz ruhig angehen. Während der Rest der Mannschaft zur Kabinenfeier übergegangen war, saßen er und Landsmann Daniel Pettersson noch mit mehreren Flensburger Spielern im Gang auf dem Boden. Ein ruhiges Gespräch unter Skandinaviern. Doch das Aufstehen fiel Lagergren dann gar nicht so leicht, Pettersson erkundigte sich sogar, ob sein Mitspieler Hilfe brauche. Dieser war nämlich in der ersten Halbzeit umgeknickt und musste auf dem Feld behandelt werden. „Beeinflusst hat mich das aber kaum“, berichtete Lagergren.

Ob das Umknicken allerdings doch Auswirkungen auf seinen Einsatz am Sonntag haben wird, will SCM-Trainer Bennet Wiegert erst einmal abwarten. „Wir müssen sehen, ob die Zeit reicht“, sagte er. Ein Risiko wolle man auf jeden Fall nicht eingehen. Ausschlaggebend für die Entscheidung dürften wohl auch die letzten Trainingseinheiten sein, die heute stattfinden.

Für den Trainer ist aber auch klar: „Uns steht ein starker Kader zur Verfügung. Der ist im Heimspiel in der Lage, diese Aufgabe zu lösen.“ Mit oder im Zweifelsfall auch ohne Lagergren.