Magdeburg l „Einige schwerwiegende Entscheidungen“ habe die Europäische Handball-Föderation (EHF) am Freitag getroffen. Mit diesen Worten beginnt die Stellungnahme des Verbands auf dessen Webseite. Und eine dieser Entscheidungen – sie betrifft auch den SC Magdeburg. Das Endspiel-Turnier um den diesjährigen EHF-Cup in Berlin, das bereits in den August verlegt wurde, ist nun offiziell abgesagt. Folglich werden die verbleibenden Gruppenspiele und Viertelfinals nicht ausgetragen. In dem europäischen Wettbewerb gibt es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise keinen Titelträger.

Bittere Entscheidung für SCM

„Es ist sehr bitter, dass der Wettbewerb nicht zu Ende gespielt wird“, sagt SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt. Nach vier Siegen in vier Spielen waren die Grün-Roten Gruppenerster. „So ist der Mannschaft eine Chance auf einen Titel genommen worden“, bedauert Schmedt. Der aber dennoch betont: „Es ist nun einmal so, dass es in Corona-Zeiten Einschnitte gibt und noch geben wird. Das müssen wir akzeptieren.“

Champions League geht weiter

In der Champions League verfährt die EHF allerdings anders. Diese ist nämlich noch nicht abgesagt und soll Ende Dezember in Köln beendet werden. So werden zwar die Achtel- und Viertelfinalspiele in der Königsklasse gestrichen, stattdessen sind aber die ersten beiden Mannschaften der Vorrunden-Gruppe A und B für das „Final4“ gesetzt. Neben dem THW Kiel, der die Gruppenphase auf Platz eins der B-Staffel abgeschlossen hatte, spielen der FC Barcelona, Paris St. Germain und Veszprem/Ungarn um Europas Vereinskrone.