Lingen/Magdeburg l Am Ende sorgten Matthias Musche und Tim Hornke für den sehenswerten Schlusspunkt. Mit einem schönen Kempa-Trick brachten die beiden Außen gestern Abend den letzten Treffer des SCM auf den Weg. 27:21 (15:10) – die Pflicht bei der HSG Nordhorn-Lingen war erfüllt.

„Wir wollten uns zu Weihnachten unbedingt belohnen. Aber so einfach wie es vielleicht das Ergebnis ausdrückt, war es nicht“, erklärte SCM-Trainer Bennet Wiegert.

Die Gastgeber konnten in der Anfangsphase nämlich gut mithalten. Ausgerechnet Robert Weber sorgte in der 9.  Minute mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld ins leere Magdeburger Tor für das 5:4. Zuvor war Magdeburgs Bundesliga-Rekordtorschütze aber gleich zwei Mal vom Siebenmeterpunkt am erneut überragenden Jannick Green gescheitert.

Hornke eiskalt am Siebenmeterpunkt

Während Weber also ungewöhnlich viele Nerven an der Linie zeigte, war Hornke auf der Gegenseite eiskalt. Der Rechtsaußen saß zunächst auf der Bank, kam aber für die Siebenmeter auf die Platte. Und da netzte er immer wieder souverän ein. Am Ende hatte Hornke sechs Siebenmeter verwandelt und war zusammen mit Michael Damgaard (beide sieben Tore) bester Werfer des SCM.

Hornke war es auch, der mit dem Ausgleich zum 5:5 (10.) den ersten Torelauf des SCM einleitete. Elf Minuten später führten die Grün-Roten mit 11:6 und sechs Minuten vor der Pause sogar mit 13:7. Großen Anteil daran hatte auch Green, der schon bis zur Pause eine Fangquote von fast 40 Prozent aufzuweisen hatte. Dabei hielt er allein drei Siebenmeter und entschärfte zahlreiche freie Würfe der Gastgeber.

Klare Pausenführung

Mit einem 15:10 waren die Gäste also zur Pause bereits klar auf der Siegerstraße. Doch obwohl der Aufsteiger die letzten zehn Spiele allesamt verloren hatte, war die Partie noch lange nicht durch. Nach 41  Minuten war der Vorsprung bis auf zwei Tore (18:16) geschmolzen. Doch damit hatten die Magdeburger auch genug Geschenke verteilt. Per Kempa sorgten Hornke und Musche für das 19:16 (43.).

Beide hatten nach der Pause Daniel Pettersson und Lukas Mertens auf den Außen abgelöst. Auch auf anderen Positionen konnte der SCM rotieren, wodurch Filip Kuzmanovski und Christoph Steinert Spielpraxis sammelten. „Marko Bezjak und Albin Lagergren waren nicht einsatzfähig“, erklärte Trainer Wiegert. „Aber unser Kader gibt es her, auch die beiden mal zu ersetzen.“

Und so setzen sich die Gäste in der Endphase wieder souverän auf sechs Tore ab.