Magdeburg l Für Ditte Marie Green hat das vorzeitige EM-Aus von Dänemark auch eine schöne Seite. Die Ehefrau vom SCM-Torwart hat nämlich heute Geburtstag – und ihr Jannick ist nach vielen Jahren erstmals wieder zu Hause. „Zu dieser Zeit war ich ja immer mit der Nationalmannschaft bei Turnieren unterwegs“, erklärt Green und machte sich gestern Mittag in der Magdeburger City spontan auf Geschenkesuche.

Sprüche der SCM-Kollegen

Am Nachmittag stand er dann wieder in der Getec-Arena zwischen den Pfosten. Green: „Wieder in Magdeburg zu sein, tut richtig gut. Auch wenn ich mir von meinen Teamkollegen zur Begrüßung auch ein paar Sprüche anhören musste. Aber das gehört dazu. Vor einem Jahr haben mir nach dem WM-Titel alle gratuliert.“

Vorfreude auf heißen Februar

Für Green soll das EM-Aus auch keine Extra-Motivation für die Aufgaben beim SCM sein. „Ich kann das zwischen Nationalmannschaft und dem Club ganz gut trennen. Das kann man nicht miteinander vergleichen. So ist das EM-Aus für mich abgehakt und ich freue mich auf die vielen tollen Spiele, die wir jetzt mit dem SCM haben.“

Im Kabinengang hatten Green und Co. vor einer Woche ihr Ausscheiden hinnehmen müssen. Green: „Oh, ja, das war besonders bitter. Wir waren fest davon überzeugt, dass Island die Ungarn schlägt. Und als wir in die Halle kamen, lagen die Isländer ja auch deutlich vorn. Dann haben wir uns in der Kabine zur Besprechung getroffen und uns umgezogen. Und als wir wieder rauskamen, hatte sich das Spiel leider komplett gedreht.“ Trotzdem mussten die Dänen anschließend noch ihr Gruppenspiel gegen Russland bestreiten.

Zwei Tage ohne Handy

Green: „Eine Situation, die man nicht oft haben möchte. Sich nach der großen Enttäuschung entsprechend richtig zu motivieren, ist da nicht so einfach. Viele unserer Fans hatten sich ja sogar schon die Karten für die Hauptrunde gekauft. Deshalb waren wir in der Pflicht, uns ordentlich zu verabschieden und mussten das Spiel gegen Russland unbedingt gewinnen.“ Das hat ja am Ende mit einem 31:28 auch geklappt.Zwei Tage lang machte Green anschließend sein Handy aus.

„Mit meiner Frau war ich dann noch einige Tage in Berlin. Das tat als Abwechslung richtig gut. Aber jetzt bin ich wieder komplett im Alltag. Und das ist auch gut so“, sagt Green. Dass es insgesamt nur sechs freie Tage waren, ist für den 31-Jährigen kein Problem. „Mir hat das gereicht. Und körperlich fühle ich mich ganz gut. Da muss ich im Training nicht viel aufholen.“

Flensburg und Hannover warten

Schon in zehn Tagen ist er schließlich wieder im Tor des SCM gefragt. Am 2. Februar müssen die Grün-Roten im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres gleich bei der SG Flensburg-Handewitt ran. Vier Tage später kommt Hannover in die Getec-Arena. „Zwei echte Knackpunkt-Spiele. In Flensburg ist ein Sieg zwar kein Muss. Aber dass wir dazu in der Lage sind, haben wir letzte Saison im Pokal bewiesen. Hannover ist danach zu Hause bei unseren Zielen ein klares Muss. Insgesamt wartet im Februar ein straffes Programm auf uns. Aber genau dafür spielen wir ja alle Handball.“