Magdeburg l Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Deshalb ist angesichts der Klasse von Robert Weber völlig klar, dass er auch in der nächsten Saison irgendwo Handball spielen wird. „Ich bin mitten in den Gesprächen. Gut möglich, dass es schon nächste Woche etwas zu vermelden gibt“, erklärte der Österreicher. Welche Liga? Welcher Verein? Das lässt Weber immer noch offen.

Und gibt sich dabei weiterhin locker. Weber: „Ich mache mir da wirklich keinen Stress. Da der Vertrag in Magdeburg ausläuft, kann ich für den Zeitraum ab dem 1. Juli ja alles selbst entscheiden.“ Für den Fall, dass es ins Ausland geht, hat er sogar auch schon seinen Handyvertrag gekündigt. Auch das Haus ist bereits verkauft. Weber: „Wir sind als Familie also flexibel. Aber ich unterschreibe natürlich nicht überall. Das muss schon alles passen.“

WM war keine Werbung für Weber

Am liebsten hätte er seine Zukunft natürlich schon vor der WM geklärt. Denn das Turnier diente aus Sicht der Österreicher wahrlich nicht als Werbung. Weber: „Mit meiner eigenen Leistung bin ich eigentlich zufrieden. Aber insgesamt war das von uns natürlich zu wenig. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf, dass die Bundesliga wieder startet und wir mit dem SCM hoffentlich gleich einen Sieg feiern können.“ Melsungen kommt am Sonntag (16 Uhr) dafür auch genau richtig. Weber: „Wichtig ist zunächst einmal, dass wir in der eigenen Halle wieder loslegen können. Und gegen Melsungen habe ich immer gerne gespielt. Da weiß man von vornherein, dass es ordentlich zur Sache geht und selbst ich als Außenspieler den einen oder anderen blauen Fleck mehr als sonst nach dem Spiel habe.“

Trotz der WM konnte Weber in der bundesligafreien Zeit auch ein bisschen Kraft tanken. Bevor er vom Nationalteam nach Magdeburg zurückkehrte, konnte er in seiner Heimat noch vier Tage ausspannen. Weber: „Das habe ich genutzt, um noch bisschen in den Schnee zu fahren. Aber ohne wilde Sachen auf den Skiern. Ich war mit den Kindern auf der Kinderbahn und rodeln.“ Nun will er mit dem SCM wieder zurück in die Erfolgsspur. Dass er sich dabei mehr Einsatzzeit als in manchen Spielen des Herbstes erhofft, ist klar. Doch Weber denkt eher ans Team. „Ob auf der Platte oder der Bank – ich will mit dem SCM bis zum Sommer noch richtig Spaß haben. Und ein Traum wäre es, wenn wir mit dem Pokal in der Hand im April auf dem Rathausbalkon stehen“, erklärt der 33-Jährige.

SCM im Pokal-Final-Four

Gemeint ist der DHB-Pokal, in dem die Magdeburger beim Final Four in Hamburg (6./7. April) zunächst im Halbfinale auf Hannover treffen. Möglicher Finalgegner wären Kiel oder die Füchse. Weber: „Es ist das vierte Mal für mich, dass ich ein Final Four spielen kann. Ein tolles Event, was ich noch mal richtig genießen will. Aber auch in der Bundesliga haben wir uns noch viel vorgenommen, wollen auf jeden Fall einen Tabellenplatz, der das Ticket für den internationalen Wettbewerb in der nächsten Saison bringt.“