Magdeburg l Obwohl es derzeit kaum vorstellbar ist, dass die Handballer des SC Magdeburg noch einmal auf die Platte zurückkehren, hat die Europäische Handball-Föderation (EHF) für die internationalen Wettbewerbe ein Szenario für den Fall der Fälle aufgestellt.

Finalturnier Ende August

Falls im Juni wieder gespielt werden kann, soll der SCM die restlichen zwei Gruppenspiele im EHF-Cup innerhalb von wenigen Tagen bestreiten. Die Grün-Roten würden am 3. oder 4. Juni auswärts in Slowenien auf Gorenje Velenje treffen. Am 6./7. Juni stünde dann gleich das Heimspiel gegen Ademar Leon auf dem Programm.

Für die Viertelfinalspiele ist der Zeitraum 22. bis 28. Juni geplant. Und das EHF-Cup-Final4 in Berlin ist vorerst für das Wochenende 29./30. August terminiert.

EHF plant notfalls auch Geisterspiele

Hintergrund dieser Überlegungen könnten die Ankündigungen aus dem Fußballbereich sein, dort die restliche Saison notfalls mit Geisterspielen zu Ende zu bringen. Partien ohne Zuschauer sind eigentlich undenkbar. Jetzt würden dagegen die Einschaltquoten wohl für neue Rekorde sorgen.

Und für den Fall, dass das Zeitfenster zu eng werden sollte, hat die EHF einen weiteren Geheimplan in der Schublade liegen. Dann würde notfalls entsprechend den aktuellen Platzierungen gespielt. Als klarer Gruppenerster müsste sich der SCM da keine Sorgen machen. Und selbst wenn der aktuelle Stand über die Teilnahme am Final4 entscheiden würde, wären die Magdeburger zusammen mit den Rhein-Neckar Löwen, Benfica Lissabon und den Füchsen Berlin dabei.

Voraussetzung für all diese Eventualitäten sind natürlich die Bespielbarkeit der Arenen sowie die erforderlichen Reisemöglichkeiten.