Magdeburg l Nach über sechs Wochen Pause kehrte der SCM in den Handball-Alltag zurück. Und im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres mussten sich die Grün-Roten auch nicht sonderlich strecken. Beim 41:22 (21:11) gegen Besiktas Istanbul gab es in der European Handball League das erwartete lockere Schützenfest.

Knappe Führung nach 16 Minuten

Nach einer schnellen 3:0-Führung, wobei Zeljko Musa den Torreigen im Jahr 2021 eröffnete, musste Jannick Green erst nach knapp sechs Minuten erstmals hinter sich greifen. Für die Gäste war das ein echter Mutmacher. Denn sie ließen sich lange Zeit nicht abschütteln. So hieß es nach elf Minuten lediglich 5:4 für den SCM. Auch nach 16 Minuten war es beim 8:7 unerwartet knapp. Schließlich hatten die Grün-Roten das Hinspiel ja haushoch mit 41:23 klar gewonnen. Doch da fehlte unter anderem mit Ramazan Döne das Aushängeschild des türkischen Handballs. In der Getec-Arena war der 39-Jährige am Dienstagabend aber dabei und zeigte mit insgesamt neun Toren wie wichtig er für sein Team ist. Ernsthafte Sorgen bekamen die Magdeburger aber auch durch Dönes Treffsicherheit nicht.

Klarer Vorsprung zur Pause

Über ein 12:7 (19.) und 16:9 (25.) brachte der SCM noch vor der Pause das Ergebnis in die richtigen Bahnen. Um mit einer Zehn-Tore-Führung in die Pause zu gehen, heizte SCM-Trainer Bennet Wiegert sein Team zwölf Sekunden vor der Sirene auch noch mal extra an.

Nach dem Seitenwechsel durfte Tobias Thulin zwischen die Pfosten. Überhaupt nicht dabei waren wie angekündigt Magnus Gullerud (Reha nach Rücken-OP), Michael Damgaard und Daniel Pettersson (beide nicht spielfähig).

Erste Tore für Kluge und Chrapkowski

Personelle Risiken mussten die Magdeburger gegen Besiktas auch nicht eingehen. So durfte sich in der zweiten Halbzeit auch Lukas Mertens ausruhen. Bis Ende Februar stehen für den SCM schließlich insgesamt sieben Pflichtspiele auf dem Programm. So durfte sich Justus Kluge auf der Linksaußenposition beweisen. Und der gebürtige Magdeburger dankte das beim 24:13 (36.) mit seinem ersten Tor im Europacup überhaupt.

Die vielen Lücken, die sich zum Torewerfen boten, nutzte auch Piotr Chrapkowski. Als Abwehrspieler konnte er sich bei den Gegenstößen über seine ersten beiden Treffer im laufenden Europacup-Wettbewerb freuen. In der 42. Minute hatten die Magdeburger beim 30:15 schon doppelt so viele Tore geworfen wie der Gegner. Und die Grün-Roten hatten auch noch lange nicht genug und wollten unbedingt das Schützenfest vom Hinspiel am Bosporus übertreffen. Das klappte am Ende dann auch knapp.

Magnusson nun bei 33 Treffern

Obwohl Omar Ingi Magnusson große Laune auf Tore hatte. Der Isländer war mit zehn Treffern bester Werfer und ist mit insgesamt 33 Toren auch der beste Schütze des SCM im laufenden Wettbewerb.