Magdeburg l Es kommt nicht oft vor, dass SCM-Trainer Bennet Wiegert das Verb „müssen" benutzt, vor dem Spiel gegen TuS N-Lübbecke tat er es jedoch: „Das ist ein Gegner, den wir schlagen müssen", gab der Trainer die Marschrichtung vor.

Und die Mannschaft befolgte seine Anweisung. Allen voran Torwart Dario Quenstedt, der von Beginn an sehr stark parierte, und der wieder genesene Michael Damgaard, der allein in der ersten Halbzeit sechs Tore aus dem Rückraum zum schlussendlich ungefährdeten Sieg beisteuerte.

Eine ordentliche Leistung

Allerdings zeigte der Aufsteiger aus Lübbecke trotz Personalsorgen anfangs eine ordentliche Leistung, ließ sich von einem Vier-Tore-Rückstand in der siebten Minute zum Beispiel nicht aus der Ruhe bringen, sondern kämpfte sich Treffer für Treffer wieder heran.

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Als Gästespieler Moritz Schade den Anschlusstreffer zum 10:9 einnetzte, war das Spiel noch offen. Es war allerdings auch das letzte Mal, dass die Magdeburger ihren Gegner so nah herankommen ließen.

Konzentrierte Abschlüsse

Mit schnellem Tempospiel, einem starken Rückhalt im Tor und konzentrierten Abschlüssen aus dem Rückraum setzte sich das Wiegert-Team kurz darauf fast schon mühelos wieder ab. Beim deutlichen Halbzeitstand von 18:12 ging es dann in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer dann eine Magdeburger Mannschaft, die befreit aufspielen konnte und wenn überhaupt am Torwart oder an sich selbst scheiterte. Lübbecke hatte dem nichts entgegenzusetzen. Verlorene Bälle im Angriff münzten die Magdeburger sofort in Tempo-Gegenstöße um. Die fehlende spielerische Klasse des Tabellen-Sechzehnten trat in der zweiten Hälfte nun besonders zu Tage.

Fokussiert bleiben

Getragen von den Zuschauern, die bereits in der 40. Minute zu La-Ola-Wellen ansetzten, spielte der SCM die Partie routiniert zu Ende. Ebenfalls beachtlich: Fast die gesamte Bank kam zum Einsatz, die überwiegende Mehrheit davon konnte sich außerdem in die Torschützenliste eintragen. „Wir sind gut aus der Länderspielpause gekommen. Alle haben gespielt, es war ein guter Tag für den SC Magdeburg", freute sich Wiegert nach der Partie. „Wir sind jetzt außerdem im wöchentlichen Rhythmus und müssen nicht mehr alle drei Tage spielen. Das ist für uns wie Urlaub." Mit seiner Mannschaft hat er in den kommenden Wochen noch viel vor. „Unser Erfolgsrezept ist akribische Arbeit. Wenn wir so fokussiert bleiben, können wir das bis zu den Höhepunkten weiter durchziehen. Wir tanzen noch auf drei Hochzeiten und wollen alles mitnehmen", so Wiegert.

SCM: Green, Quenstedt – Musa 1, Chrapkowski 2, Musche 4, Pettersson 2, de la Pena, Molina, Christiansen 2, Mertens 3, O‘Sullivan 1, Bezjak 3, Weber 3/2, Kalarash 5, Damgaard 7, Zelenovic 1

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm – Genz, Kaleb 5, Bechtloff 3, Gierak 5/3, Bagaric 2, Gruszka 1, Rakovic 1, Jaanimaa 4, Schade 1, Zettermann, Speckmann 2

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann. Zuschauer: 5858. Zeitstrafen: 1 – 4 Siebenmeter: 5 – 3

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