Magdeburg l Zum Überwintern auf dem Spitzenplatz der Gruppe C in der European Handball League hat es für den SC Magdeburg zwar nicht gereicht. Aber nach dem 28:23 (17:10) gestern Abend in heimischer Halle gegen den RK Nexe können die Grün-Roten ab Februar beruhigt in die restlichen Spiele der Gruppenphase gehen. Schließlich kommen die jeweils ersten vier Mannschaften weiter.

Beim SCM wurde wie angekündigt erneut rotiert. Moritz Preuss begann in der Offensive am Kreis und Tim Hornke als Rechtsaußen. Nach dem 0:1 brauchten die Magdeburger aber vier Angriffe, um erstmals selbst ein Tor durch Christoph Steinert bejubeln zu können. Michael Dam-gaard sorgte kurz darauf für die 2:1-Führung. Zuletzt wollte es beim Dänen ja überhaupt nicht laufen. Doch gestern landeten seine Würfe wieder im gegnerischen Tor – wie beim 6:4 (11.) per Wurf-Hammer aus dem Rückraum. Das war bis dahin schon sein drittes Tor im Spiel.

Preuss sorgt für Pausenstand

Nach einer Viertelstunde zogen die Gastgeber erstmals auf vier Tore (9:5) davon und konnten es sich danach auch mal einen von Omar Ingi Magnusson vergebenen Siebenmeter leisten. Beim Sieg gegen Lemgo am vergangenen Sonntag hatte der Isländer alle seine Strafwürfe verwandelt. Trotz weiterer Fehlwürfe hieß es sieben Minuten vor der Pause 12:8. Und nach 25 Minuten traf Gisli Kristjansson ins leere Nexe-Tor zum 14:9. Mit einem artistischen Rückhandwurf legte Moritz Preuss in der 29. Minute dann die erste Sechs-Tore-Führung (16:10) nach. Er traf auch zum 17:10-Pausenstand.

Als Jannick Green kurz vor der Sirene noch einen Ball hielt, gab es eine ordentliche Schrecksekunde. Der Torwart schrie nämlich auf und blieb liegen. Danach hielt er sich das linke Knie und blieb vorsichtshalber nach der Pause draußen.

Obwohl Marko Bezjak kurz nach dem Seitenwechsel sogar auf 20:12 erhöhte, ließen die Magdeburg die Gäste zwischenzeitlich wieder auf fünf Tore 22:17 (38.) rankommen. So richtig absetzen konnte sich der SCM danach nicht mehr. Beim 25:20 (48.) trieb Trainer Bennet Wiegert sein Team mit einer Auszeit noch mal an.

Aber im Angriff ließ Grün-Rot zu viel liegen. Waren es vor der Pause lediglich acht Fehlwürfe standen am Ende insgesamt 47 Versuche für 28 Tore in der Statistik. Außerdem wurde nach der Pause weiter rotiert. So durfte fünf Minuten vor Schluss auch Justus Kluge sein Profi-Comeback geben.

Gerüchte um Lesjak

Auf der Instagram-Seite von „handball.leaks“ wird vermeldet, dass Hannovers Torwart Urban Lesjak im Sommer 2021 zum SCM wechselt. Der Vertrag des Slowenen bei den Recken läuft aus und der 30-Jährige hat schon vor Wochen signalisiert, dass er den Kontrakt nicht verlängern wird. Vom SCM gab es bisher keine Bestätigung. Da der Vertrag von Tobias Thulin ebenfalls am Saisonende ausläuft, könnte das Gerücht um Lesjak bedeuten, dass der Schwede den SCM verlässt.