Magdeburg l Mit der Fähre von Trelleborg nach Rostock, weiter mit dem Bus nach Magdeburg, dann noch zwei Trainingseinheiten in der Getec-Arena: Der schwedische Vizemeister HK Malmö hat für die Saisoneröffnung des SC Magdeburg am Mittwoch schon über 600 Kilometer auf der Straße und dazu noch einige zu Fuß auf dem Spielfeld zurückgelegt.

Von Reisestress ist bei Trainer Stian Tönnesen allerdings nichts zu spüren, viel mehr überwiegt die Vorfreude. „In Deutschland hatte ich meine besten Handballjahre. In die volle Getec-Arena einzulaufen…“, der gebürtige Norweger kommt heute noch ins Schwärmen, wenn er von seiner Zeit in Magdeburg spricht.

Sechs Jahre beim SC Magdeburg

Von 2007 bis 2013 hat er das grün-rote Trikot getragen und als Spielmacher die Geschicke auf dem Spielfeld gelenkt. Jetzt an die alte Wirkungsstätte zurückzukommen, „das ist für mich und die Mannschaft ein großes Ding“, sagt er. „Magdeburg ist ein Top-Team. Für uns ist das ein gutes Training und auch eine Vorbereitung darauf, was uns im EHF-Cup erwartet.“

SC Magdeburg gewinnt gegen Malmö

Magdeburg (jl) l Gegen HK Malmö hat der SC Magdeburg in der Getec-Arena mit 32:28 gewonnen. Bester Werfer war Matthias Musche.

  • Carlos Molina (l.) und Juan de la Pena vom SC Magdeburg freuen sich über den Sieg gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Carlos Molina (l.) und Juan de la Pena vom SC Magdeburg freuen sich über den Sieg gegen HF M...

  • Matthias Musche (2.v.l.) vom SC Magdeburg beim Wurf auf das Tor von HF Malmö, in dem Robin Paulsen Haug steht. Foto: Eroll Popova

    Matthias Musche (2.v.l.) vom SC Magdeburg beim Wurf auf das Tor von HF Malmö, in dem Robin P...

  • Dario Quenstedt (l.) und Phil Döhler vom SC Magdeburg beim Spiel in der Getec-Arena gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Dario Quenstedt (l.) und Phil Döhler vom SC Magdeburg beim Spiel in der Getec-Arena gegen HF...

  • Simon Nyberg (Nr. 6) vom HF Malmö versucht Piotr Chrapkowsk vom SC Magdeburg zu blocken. Foto: Eroll Popova

    Simon Nyberg (Nr. 6) vom HF Malmö versucht Piotr Chrapkowsk vom SC Magdeburg zu blocken. Fot...

  • SCM-Trainer Bennet Wiegert (v.l.) beobachtet mit Vanja Radic und Yves Grafenhorst das Spiel des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto: Eroll Popova

    SCM-Trainer Bennet Wiegert (v.l.) beobachtet mit Vanja Radic und Yves Grafenhorst das Spiel des S...

  • Gleb Kalarash (3.v.l.) vom SC Magdeburg bei einem Wurf im Spiel gegen HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Gleb Kalarash (3.v.l.) vom SC Magdeburg bei einem Wurf im Spiel gegen HF Malmö. Foto: Eroll ...

  • Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg (v.l.) gegen Robin Paulsen Haug, den Torwart von HF Malmö. Foto: Eroll Popova

    Piotr Chrapkowski vom SC Magdeburg (v.l.) gegen Robin Paulsen Haug, den Torwart von HF Malmö...

  • Dario Quenstedt beklatscht den Sieg des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto: Eroll Popova

    Dario Quenstedt beklatscht den Sieg des SC Magdeburg gegen HF Malmö in der Getec-Arena. Foto...

Doch Tönnesen hat die Reise nach Deutschland nicht angetreten, um lediglich den Gastgeber zu loben. Die Partie gegen den SCM und die Teilnahme am darauf folgenden Klaus-Miesner-Turnier in Ilsenburg sind auch wichtige Schritte in der Vorbereitung seines Teams. „Meine Jungs sollen sich an die Härte und die Schnelligkeit gewöhnen“, sagt er. Immerhin will er in der kommenden Saison wieder um den Meistertitel in der schwedischen Liga mitspielen und im EHF-Cup die Gruppenphase erreichen.

Lob für Bezjak und Lagergren

Doch das liegt noch in der Zukunft. Jetzt konzentriert er sich erst einmal auf Magdeburg. Sein letzter Stopp an der Elbe ist übrigens schon eine Weile her, genauer gesagt drei Jahre. Beim Abschiedsspiel für seinen früheren Mannschaftskollegen Bartosz Jurecki war Tönnesen zuletzt da. Die beiden bildeten etliche Jahre ein torgefährliches Gespann.

Heute spielen Marko Bezjak und Zeljko Musa beim SCM auf ihren Positionen. Und laut Tönnesen machen sie ihre Sache gut: „Ich habe sehr viele Spiele vom SCM gesehen. Bezjak ist ein überragender Spielmacher und spielt gut mit Musa zusammen“, meint er. „Und er ist schnell auf den Füßen. Bisschen schneller, als ich es war“, fügt er an und lacht.

Und er schätzt Neuzugang Albin Lagergren, den er aus der schwedischen Liga kennt, als große Hilfe ein. „Er ist ein kompletter Rückraumspieler, gut im Eins-gegen-eins, hat ein Auge für das Spiel. Er passt gut zu Magdeburg und Magdeburg zu ihm“, sagt Tönnesen.

Der 44-Jährige nimmt übrigens keinen Handball mehr in die Hand. „Ich habe wirklich komplett aufgehört zu spielen“, sagt er. Nicht einmal als Aushilfe bei einer Herrenmannschaft? „Nein, selbst dafür müsste ich besser in Form sein“, sagt Tönnesen und lacht.

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