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Handball-EM Zurück auf die Inseln: Färinger verpassen EM-Wunder

Das Inselleben stand teilweise still, dafür flippten Tausende Färöer-Fans im 1.000 Kilometer entfernten Oslo aus. Doch das Handball-Märchen ist zu Ende.

Von dpa 20.01.2026, 22:22
Tausende Handball-Fans der Färinger waren in Oslo.
Tausende Handball-Fans der Färinger waren in Oslo. Cornelius Poppe/NTB/dpa

Oslo - Handball-Zwerg Färöer hat die Sensation haarscharf verpasst und ist bei seiner erst zweiten EM-Teilnahme in der Vorrunde gescheitert. Zwei Tage nach dem ersten EM-Sieg in der Handball-Historie des kleinen Landes war Slowenien beim 27:30 zu stark. Ein Remis hätte den Einzug in die Hauptrunde perfekt gemacht. 

Die rund 6.500 angereisten färingischen Fans feierten ihre Handball-Helden trotzdem. Stattdessen zieht neben Slowenien nun die Schweiz in die nächste Runde ein.

Weil ein beachtlicher Teil der Gesamtbevölkerung die letzten Tage im 1.000 Kilometer entfernten Oslo eine Handball-Party feierte, ging es auf den 18 Inseln im Nordatlantik etwas ruhiger zu. Kindergärten hatten teils geschlossen, weil die Erzieher lieber verkleidet ihr Team in Norwegen anfeuerten. Selbst die Türen des Parlaments waren nach Verbandsangaben geschlossen. „Bis nach den Europameisterschaften“, hieß es.

Fans als achter Mann: „Jedes Mal Gänsehaut“

Die Färöer waren erst zum zweiten Mal überhaupt bei Europameisterschaften dabei. Ihr Debüt gaben die Handballer und ihre lautstarken Fans vor zwei Jahren in Deutschland. Auch damals verwandelten die mitgereisten Anhänger die Berliner Arena in ein Tollhaus. Diesmal organisierten der Verband und das nationale Flugunternehmen Atlantic Airways rund 20 Sondermaschinen - 1.050 Anhänger nahmen sogar die Fähre.

„Bei der Nationalhymne bekommen wir jedes Mal Gänsehaut, wenn wir diese Hymne vor so vielen Fans singen. Und wenn wir dann das Spiel bestreiten, ist es, als hätten wir einen achten Mann auf dem Feld“, hatte Rückraumspieler Oli Mittun geschwärmt.