Olympische Winterspiele Haus durch Bomben zerstört: Tränen bei Ukrainerin Schkatula
Nach dem Sprintrennen im Skilanglauf bei Olympia reagiert die Ukrainerin Sofija Schkatula emotional bei Gedanken an die Heimat. Russische Bomben haben in ihrer Heimat viel zerstört.

Tesero - Sofija Schkatula kamen nach dem Sprintrennen im Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen die Tränen. „Es ist einfach nur traurig“, sagte die 18 Jahre alte Ukrainerin. Ihr Elternhaus in der Sumy Region Nähe der russischen Grenzen sei während des russischen Angriffskriegs komplett zerstört, erklärte sie. Bei Olympia im italienischen Tesero lief sie im Sprint gegen eine russische und eine belarussische Athletin.
„Es ist sehr merkwürdig“, sagte Schkatula emotional. „Russland bombardiert weiterhin meine Heimat, meine Freunde, meine Familie. Es ist weiterhin nicht einfach, sich hier auf den Sport zu konzentrieren“, erklärte sie. Gleichzeitig betonte sie, dass ihre Wut nicht gegen die Olympiateilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland oder auch Belarus gerichtet ist. „Sie können nichts dafür“, erklärte sie.
IOC erlaubt Athleten aus Russland und Belarus
Das Internationale Olympische Komitee erlaubt Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus, wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, als individuelle neutrale Athleten anzutreten. Das IOC überlässt jedoch den internationalen Verbänden der einzelnen Sportarten die Entscheidung, ob sie dies auch in ihren Qualifikationswettkämpfen anwenden.
Hintergrund der Sanktionen gegen Russland und Belarus ist der seit mehr als drei Jahren andauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das IOC hatte Russlands Olympisches Komitee suspendiert, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat. Dies wertete das IOC als Verstoß gegen die Olympische Charta.