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Winterspiele in Mailand ICE-Beamte für US-Sicherheit bei Olympia in Italien

Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE sollen bei Olympia für Sicherheit in einem bestimmten Bereich sorgen – trotz heftiger Kritik nach tödlichen Einsätzen. Im Gastgeberland regt sich Unmut.

Von dpa 27.01.2026, 12:19
Beamte der Einwanderungsbehörde ICE sollen bei Olympia in Italien bei der Sicherheit vor Ort mitwirken.
Beamte der Einwanderungsbehörde ICE sollen bei Olympia in Italien bei der Sicherheit vor Ort mitwirken. Paul Weaver/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Mailand - Beamte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE sollen im Auftrag der US-Regierung bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo bei der Sicherheit vor Ort mitwirken. Dies berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die US-Botschaft in Rom. Die ICE-Beamten sollen demnach den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums unterstützen und keine Einwanderungskontrollmaßnahmen durchführen.

Nach derzeitigem Stand werden an der großen Eröffnungsfeier der Winterspiele am 6. Februar US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio teilnehmen. Die Präsenz und Arbeit der ICE-Beamten soll sich auf deren Sicherheit beschränken. Bereits bei früheren Olympischen Spielen hätten Bundesbehörden die Sicherheit für US‑Diplomaten unterstützt, meldete AP.

Mailänder Bürgermeister lehnt ICE ab

Der mögliche Einsatz von Beamten der Behörde sorgt im Gastgeberland der Winterspiele für Aufregung. Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, lehnt deren Präsenz ab. „Als Bürgermeister von Mailand und als Italiener möchte ich auf keinen Fall, dass diese private Polizeitruppe nach Mailand kommt. Es handelt sich um eine Polizei, die völlig illegal agiert und tötet.“

Die Behörde steht nach den Todesschüssen auf zwei US-Bürger bei deren Einsätzen in der Kritik. Anfang Januar war Renée Good durch Schüsse eines ICE-Beamten getötet worden. Am vergangenen Samstag war der Krankenpfleger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten erschossen worden. Es gibt landesweit Proteste gegen die Abschiebe-Politik von US-Präsident Donald Trump und das Vorgehen der Einsatzkräfte.