Rodeln Loch lässt Karriereende offen und setzt auf „Bauchgefühl“
Nach dem bitteren Olympia-Rennen will Felix Loch den Gesamtweltcup gewinnen. Wie geht es für den dreimaligen Rodel-Olympiasieger danach weiter?

Cortina d'Ampezzo - An ein abruptes Karriereende verschwendet Felix Loch nach seinem enttäuschenden sechsten Platz bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo keine Gedanken. Jetzt wolle er alles abschütteln und als Führender im Gesamtweltcup noch einmal die große Kristallkugel gewinnen, sagte der 36 Jahre alte Rodler. „Wer mich kennt, weiß, dass ich das sehr gut hinbekomme. Es sind noch zwei Rennen, wo ich mich mit Jonas (Müller) batteln werde.“ Im Moment führt Loch sehr knapp mit nur einem Punkt Vorsprung. Über einen möglichen Erfolg sagte er: „Ich würde mich freuen, dann kann man sagen, es ist eine versöhnliche Saison. Momentan ist es aber bitter.“
Nach der Saison ist für den 36 Jahre alten Rodler alles möglich. „Wir schauen von Jahr zu Jahr, ob es zwei, drei, vier oder acht sind, es muss alles zusammenpassen. Und ich muss sehen, ob ich vorne mithalten kann. Dann kommt das ein oder andere Jahr noch dazu“, sagte Loch.
Loch: Karriereende wird eine Bauchentscheidung sein
Angesprochen auf die Olympia-Bahn 2030 in La Plagne meinte der dreimalige Olympiasieger. „Wir waren oft für Materialtests dort. Vor allem spät in der Saison. Schauen wir mal, ob wir die am Ende in vier Jahren bezwingen werden. Das lasse ich mir einfach offen“, betonte er. Er sein zwar „kein Bauchmensch“. Doch irgendwann werde es „eine Bauchentscheidung sein“, bei der er dann sagen würde: „So, und jetzt ist gut. Jetzt stelle ich mich am Ende auf die andere Seite der Bahn“, so der gebürtige Thüringer, der nach dpa-Informationen eine Trainer-Karriere plant.