Tischtennis

Börde-Vereine stimmen für Beendigung

Mit dem Abbruch des Spieljahres besteht zumindest für die Mannschaften von der Bezirksklasse bis zur Verbandsliga Planungssicherheit.

Von Hanfried Buchholz

Haldensleben l Die auf Kreisebene spielenden Manschaften müssen sich hinsichtlich der Fortführung oder Beendigung des Punktspielbetriebs noch etwas gedulden. Auf Anfrage war vom Vorsitzenden des Tischtennis-Kreisverbandes Börde, Wolfgang Vesper, zu erfahren, dass sich der Vorstand des Kreisverbandes in der Findungsphase befindet, um zu klären, ob sich der Kreisverband Börde dem Beschluss des TTVSA anschließt.

Zum Abbruch des Spieljahres erreichten die Sportredaktion folgende Meinungen vom SV Altenweddingen, Tus Haldensleben, TTC Wolmirstedt und SV Hötensleben.

Gerald Mieruch, SV Altenweddingen: „Die Entscheidung des Sportausschusses den Mannschaftsspielbetrieb von der Bezirks-bis zur Verbandsebene abzubrechen, findet beim SV Altenweddingen eine breite Zustimmung. Da sich die Maßnahmen der derzeit gültigen Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt weiterhin maßgebend auf den Tischtennissport auswirken, sieht auch der SVA keine Möglichkeit mehr, um den Spielbetrieb in der Saison 20/21 kurzfristig und vor allen Dingen unter fairen Bedingungen fortzusetzen. Bei der nach wie vor vorhandenen Ungewissheit zur Entwicklung des Infektionsgeschehens wäre eine Fortführung zu diesem Zeitpunkt nicht der richtige Schritt. Zudem ist unklar, ob jeder Verein in den kommenden Wochen wieder wettkampfmäßig Hallensport betreiben kann und die Hallen für die Vereine kurzfristig wieder öffnen werden. Die Unwägbarkeiten sind einfach zu groß, um einen sportlich fairen Wettstreit zu gewährleisten. Durch den Beschluss zum Abbruch der Saison besteht für uns außerdem nun Planungssicherheit.

Stefan Graßhoff, TuS Haldensleben: „Die Entscheidung war meines Erachtens überfällig, andere Verbände haben es ja vorgemacht. Die Auf- und Abstiegsregelung an nur einer Halbserie festzumachen, wäre in meinen Augen nicht fair und nur als absolute Notlösung anzusehen.

Das Schicksal einer nicht fertigen Serie hatten wir ja im letzten Jahr schon. Wir hoffen zu dem auf einen ordentlichen Neustart im Herbst, wobei aufgrund der unklaren gesundheitlichen und politischen Lage noch genügend Fragezeichen stehen. Die Entscheidung gibt uns aber zumindest Planungssicherheit.

Marc Kujath, TTC Wolmirstedt: „Die Corona-Pandemie hält die ganze Sport-Welt in Atem. Natürlich ist die weitgehende Aussetzung des Wettkampfbetriebes hinsichtlich fairer und sicherer Rahmenbedingungen für alle nachvollziehbar, auch wenn damit insbesondere die sportlich ehrgeizig erzielte und aussichtsreiche Tabellenspitze unserer ersten Mannschaft in der Landesliga nicht zum Aufstieg führen wird. Das Vereinsleben des TTC Wolmirstedt ist derzeit weitgehend ausgesetzt. Auch wenn alle Organe des Vereins diese „sportfreie“ Zeit intensiv für strategische Aufgaben nutzen und sich so auf den Neustart vorbereiten, fehlen insbesondere das Training und die sportfreundschaftlichen Kontakte. So ist insbesondere unser Nachwuchs stark vom Lockdown betroffen, da die Kids am ehrgeizigsten an ihrem Leistungsfortschritt arbeiten und im Land erfolgreich um Edelmetall streiten. Da die Hygienekonzepte vorliegen, sind wir allerdings optimistisch, dass unter den entsprechenden Rahmenbedingungen und nach Maßgabe der Verantwortlichen ein schrittweiser Wiedereinstieg - zumindest ins Training - möglich wird.“

Thomas Bratzke, SV Hötensleben: „Die Saison abzubrechen ist grundsätzlich die richtige Entscheidung. Selbst bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs wäre es nicht absehbar, dass alle Vereine auch ihre Hallen wieder nutzen können, um in einem dann immer knapperen Zeitraum die Saison zu beenden.

Gesundheit geht in allen Bereichen vor, auch wenn Tischtennis keine Kontaktsportart ist. Andererseits war ein Spielbetrieb bei höherer Inzidenz, ich meine zumindest, dass sie im vergangenen Jahr höher war, ohne Doppel möglich. Sehr schade, dass dieser Zeitraum nicht gereicht hat um die Vorrunde zu Ende zu spielen und als Saison zu werten.