Fußball

Petersen-Elf gewinnt Sympathien

Der VfB Germania Halberstadt hat ein Blitzturnier in Berßel vor Eintracht Osterwieck und dem gastgebenden Harzligisten gewonnen.

Von Von Ingolf Geßler

Berßel l Der TSV Berßel hatte für dieses Blitzturnier beste Bedingungen geschaffen. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Blumenstrauß für den Aufsteiger hielten sich die Halberstädter auf dem gut bespielbaren Rasen in den ersten Minuten noch etwas mit dem Toreschießen zurück. Probespieler Hans Honkasalo brach nach knapp zehn den Bann, im weiteren Verlauf fielen die Treffer dann wie reife Früchte. Je weiter die Spielzeit fortgeschritten war, umso kürzer waren die Abstände zwischen den Germania-Toren.

Dabei forderte Berßels Keeper Ricardo Bormann mit einigen tollen Paraden immer wieder den Szenenapplaus der Zuschauer. Spätestens als er einen Strafstoß von Tino Schulze parierte, war ihm der Titel „Spieler des Tages“ sicher. Die deutliche 0:13-Niederlage gegen die sechs Klassen höher angesiedelten Halberstädter konnte er jedoch nicht verhindern, allein Neuzugang Tom Nattermann schenkte dem TSV fünf Treffer ein. Die beiden Probespieler Hans Honkasalo und Rodi Celik trafen jeweils im Doppelpack, die übrigen Treffer erzielten Tim Oschmann (3) und Kay Michel.

Vor der zweiten Partie wartete ein weiteres Highlight des Nachmittags, der Trikotwerbepartner für das DFB-Pokalspiel des VfB Germania Halberstadt wurde verkündet. Mehr als 40 Firmen hatten sich beworben, als Gewinner zog Glücksfee Ronja Grunske die Gerüstbau Böttcher GmbH aus Halberstadt (Bericht folgt).

Im zweiten Turnierspiel taten sich die Halberstädter gegen ein gemischtes Team aus Landesklasse- und Harzliga-Vertretung des SV Eintracht Osterwieck lange Zeit schwer. Die ersten Großchancen vereitelte Yves Blankenburg mit spektakulären Rettungsaktionen, gleich beim ersten Körungsversuch setzte er den Ball gegen das Aluminium des eigenen Tores. Auch der junge Keeper Max Alpert zeigte mehrfach sein Können. Länger als eine halbe Stunde hielt die Eintracht ihren Kasten sauber, ehe Alysson Vargas nach einem Eckball per Kopf das überfällige 1:0 erzielte (33.). Tom Nattermann erhöhte nach schöner Vorarbeit des aufgerückten Philipp Blume mit seinem sechsten Turniertor auf 2:0, in der Schlussphase legten Nico Hübner und Probespieler Lukas Roblik nochzum standesgemäßen 4:0-Sieg nach.

Auch im letzten Turnierspiel wurde die Osterwiecker Eintracht ihrer Favoritenrolle gerecht, schon nach wenigen Sekunden stellte Kevin Hildach mit dem Führungstor die Weichen auf Sieg. Zweimal Valentin Schmidt, Ole Hahmann, erneut Hildach und Christian Saft machten den deutlichen 6:0-Sieg perfekt. Dem Gastgeber war trotz guter Chancen kein Torjubel vergönnt, Michael Wolff und David Festerling ließen die besten Möglichkeiten zum Ehrentreffer ungenutzt.

An einem – bis auf das Regenwetter – in jederlei Hinsicht gelungenen Fußballnachmittag änderte dies aber nichts. „Wir sind ein demütiger Verein und wollen mit diesen Spielen Sympathien gewinnen. Wir haben uns wohlgefühlt und wollen uns auch in Zukunft als ein ,Verein zum Anfassen‘ präsentieren, bei solchen Veranstaltungen sportlich und menschlich Wärme zeigen. Ich denke für beide Gegner war es etwas besonderes, gegen uns zu spielen“, resümierte Andreas Petersen. Besonders freuten sich die Berßeler über das Dankeschön des Germania-Coaches via Mikrofon an die Gastgeber, „das ist schon etwas besonderes und macht uns stolz“, so Jürgen Seubert vom gastgebenden TSV Berßel.