Futsal

Start soll im Herbst sein

Frank Krella ist Präsident des Kreisfußballs im Salzlandkreis und Vorstandsmitglied des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA).

Von Von Detlef Liedmann

Dessau/Zerbst l Dort auch Mitglied im Jugendausschuss sowie Vorsitzender des Ausschusses für Freizeit-und Breitensport. Und Experte für Futsal.

Da ist es fast folgerichtig, dass Krella eine Arbeitsgruppe (AG) leitet, deren Ziel lautet: Futsal bekanntmachen im Land und die Möglichkeiten für einen dauerhaften Spielbetrieb in der Altersklasse A-Junioren ausloten.

Dahinter stecken mehrere Ideen. Erstens sollen auch Vereine abgeholt werden, in denen die Spielerdecke nicht für Wettkämpfe auf dem grünen Rasen reicht. Und zweitens will der Deutsche Fußballbund (DFB) in absehbarer Zeit auch mal mit der Nationalmannschaft im Futsal internationale Erfolge feiern. Denn hier ist Deutschland nur bedingt konkurrenzfähig. Erst ab der kommenden Saison gibt es eine Bundesliga.

Andere Länder sind da schon weiter unterm Hallendach. In Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern gibt es im Futsal, das nicht mit dem seit Jahrzehnten praktizierten Hallenfußball gleichzusetzen ist, dagegen nur im Winter einen Spielbetrieb um kreisliche oder regionale Titel, meist ausgetragen in Turnierform.

„Wir wollen das künftig parallel zu Spielen auf dem Rasen durchführen“, sagt Krella. So könnte an drei Wochenenden im Monat draußen gespielt werden, an einem Tag dann Futsal. „Wir fragen jetzt in den Vereinen an, wer daran teilnehmen möchte“, sagt Krella. Der Idealfall wäre, wenn alle mitmachen würden. „Dann könnten wir alle Staffeln in ihrer jetzigen Form sowohl auf dem Rasen als auch unterm Dach spielen lassen. Die Teams kennen sich und wir hätten kurze Wege.“

78 Teams der A-Junioren gibt es derzeit in Sachsen-Anhalt. „Davon haben sich aber auch schon wieder drei vom Wettkampfbetrieb auf dem Rasen zurückgezogen, weil sie nicht genügend Spieler haben. Aber für Futsal würde es reichen“, nennt Krella Zahlen. 78 Teams der A-Junioren, das sind bei 787 im FSA gemeldeten Vereinen knapp zehn Prozent, welche diese Altersklasse besetzen können. Seit Jahren gehen die Zahlen nach unten und eine Trendumkehr werde laut Krella auch das Angebot, regelmäßig Futsal zu spielen, nicht bringen. „Das ist ein Alter, da sind Freundinnen und Mopeds wichtiger.“

Den Futsal jedenfalls lässt sich der DFB einiges Kosten. 4.000 Euro bekommt der Landesverband. „Allerdings können wir von dem Geld keine Materialien kaufen“, sagt Frank Krella. Vielmehr fließe es in die Weiterbildung von Trainern.