Biederitz (ihe). Knapp an einem Zähler vorbei schlitterten am Sonntag die Nordliga-Handballer des SV Eiche Biederitz II bei der SG Neuferchau/Kunrau. Nach einem 9:15-Pausenrückstand und einer grandiosen Aufholjagd mussten sie sich unglücklich mit 26:27 geschlagen geben. Daniel Bahr steuerte neun Treffer bei.

Eiche war von Beginn an hellwach und führte mit 2:1. Den 2:3-Rückstand egalisierten Daniel Bahr, Steffen Gericke und Florian Krüger zum 5:3. In Folge agierten beide Teams auf Augenhöhe. Spätestens nach dem 9:8 der Hausherren verloren die Gäste im Angriff ihre spielerische Linie, was die SG wiederholt zu einfachen Kontertoren nutzte (12:8, 25.). Da die Gäste, die von ihrer starken Anfangsviertelstunde meilenweit entfernt waren, nur noch einmal durch Rechtsaußen Holger Klingebeil trafen, gingen die Einheimischen mit 15:9 in die Kabinen.

Nach einer lautstarken Halbzeitansprache präsentierten sich die Biederitzer in der zweiten Hälfte sortierter. Doch noch schlug sich dies nicht im Resultat nieder – die SG führte mit 17:12 und 19:15. Doch die SVE-Mannen hatten nun den Kampf angenommen und wurden durch Treffer von Sascha Münder, Daniel Bahr und Holger Klingebeil mit dem 18:19-Anschluss belohnt. Zwar legten die Hausherren beim 22:19 und 23:20 noch einmal vor, doch schlug Bahr mit einem Doppelschlag zum 24:24 (56.) zurück. Die jeweilige Führung der Gastgeber egalisierte Steffen Gericke zum 26:26. Nach der erneuten Führung der Altmärker zum 27:26 nahmen die Gäste die Auszeit und positionierten ihren starken Torhüter Aaron Swoboda zusätzlich an den Kreis. Dieser war es, der in den verbleibenden acht Sekunden einen Siebenmeter herausholte. Dem erfolgreichsten Eiche-Schützen Bahr blieb jedoch der Ausgleich verwehrt.

"Der Punktverlust ist nicht auf die letzte Aktion zurückzuführen, sondern auf unsere Torarmut zwischen der 18. und 29. Minute. Was die dezimierte Truppe heute an Moral und Kampf gezeigt hat, ist höchst lobenswert und sollte ihr Selbstvertrauen geben", sagte der Biederitzer Trainer Ingo Heitmann.

Eiche Biederitz II: Swoboda – Gericke (5/2), Klingebeil (6), Rabe (2), Krüger (2), Bahr (9), Heitmann, Münder (2), Schmidt