Heyrothsberge (okr). Mit einem 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den SV Arminia Magdeburg hat der SV Union Heyrothsberge die sieglose Zeit beendet und seinen Mittelfeldplatz (8.) in der Fußball-Landesklasse 2 untermauert. "Der Sieg war verdient und hätte weit höher ausfallen müssen", sagte Union-Coach Torsten Völckel.

Kampf, Laufbereitschaft und teils beeindruckendes Kombinationsspiel – bei den Unionern stimmte am Sonnabend vieles. Einzig die mangelhafte Chancenverwertung ließ die Mannschaftsverantwortlichen und Fans bis zum Schlusspfiff zittern.

Nach ausgeglichenen ersten 20 Minuten ergriffen die Heyrothsberger zunehmend die Initiative. Auch ohne Benjamin Beyer, Mike Pinno, Robert Arndt sowie den arbeitsbedingt verspätet eintreffenden Daniel Ziemann wusste das Team spielerisch zu gefallen. Vor allem Christian Müller und Steffen Ebers verteilten im zentralen Mittelfeld klug die Bälle und setzen die Spitzen in Szene. "Uns sind wenige Fehler im Passspiel unterlaufen. Das sah streckenweise richtig gut aus", lobte der Trainer.

Insofern war die Führung folgerichtig. Karsten Völckel wurde nach einem Alleingang im Strafraum unfair gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ebers sicher zum 1:0 (30.). Danach erhöhten die Platzherren nochmals die Schlagzahl, wobei Karsten Völckel und Thomas Schneider, der angeschlagen auf die Zähne biss, beste Chancen vergaben. Bei einem Foul des Gästekeepers am frei durchlaufenden Stefan Groth beließ es der Schiedsrichter bei der Gelben Karte.

Nach Wiederbeginn tat Arminia mehr. Doch bis auf einen abgefälschten Schuss, der von Christoph Boenigk von der Linie gekratzt wurde, brachten die Gäste nichts Zwingendes zu Stande. Dies lag auch an der diesmal sattelfest stehenden Abwehr um Christian Krümling (Völckel: "Eines seiner besten Spiele"), Markus Ulrich und Mathias Thiem.

Ab der 70. Minute übernahm Union wieder das Kommando. Doch wie die Spieler mit ihren zahlreichen Möglichkeiten umgingen, "war schon haarsträubend". Schneider schoss frei am Tor vorbei, Groth köpfte nach einer Ecke an den Innenpfosten. Und auch beim Zusammenspiel von Groth und Völckel, die frei durchliefen, sprang nichts Zählbares heraus (85.). Die letzte Chance vergab Ziemann, der aus acht Metern drüberschoss.

Fazit: "Ich bin zufrieden. Die Jungs haben eine Reaktion gezeigt", sagte Torsten Völckel, der nun den restlichen Spielen des Jahres recht gelassen entgegen blicken kann.

Union Heyrothsberge: Nagel – Krümling, Thiem, Ulrich, Ebers, Ch. Müller, Boenigk (82. Th. Müller), Schneider (82. Ziemann), Kunze, Völckel, Groth (90. Rost)