Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga trennten sich der SV 90 Parey (4.) und der SV Germania Güsen (1.) leistungsgerecht torlos unentschieden. Bei schwierigen Bodenverhältnissen besaßen jedoch beide Teams mehrfach die Chance, die Partie für sich zu entscheiden.

Parey (mad). Auf dem schneebedeckten aber eisfreien und damit gut bespielbaren Platz kämpften zunächst beide Mannschaften um Standfestigkeit, wobei Güsen besser mit den Bodenverhältnissen zurecht zu kommen schien und vor allem in den ersten 20 Minuten der Partie oft einen Schritt schneller in den Zweikämpfen war.

Nach gut 20 Minuten dann auch der erste Aufreger im Spiel: Markus Gellert foulte den Güsener Christian Vormeister unnötig im Strafraum, wobei Schiedsrichter Manfred Mahler auf Elfmeter entschied. Benjamin Schäfer lief an, fand aber im Pareyer Kapitän Rene Bonitz seinen Meister.

Nur zwei Minuten später brannte es wieder lichterloh im Pareyer Strafraum. Dreimal musste der Gastgeber auf der Linie klären und hatte dabei das Glück auf seiner Seite. Nach diesen Wachmachern fand nun auch der SV 90 ins Spiel und setzte mit Patrick Frömme seine erste "Duftmarke": Ein 40-Meter-Geschoss klatschte an den Innenpfosten des Güsener Gehäuses (38.), sprang aber zurück ins Feld.

In der zweiten Hälfte konnten sich nun auch die Pareyer Anhänger unter den 101 zahlenden Zuschauern bei eisigen Temperaturen am Spiel ihrer Mannschaft erwärmen. Zwar ließ das Spitzenspiel einiges an spielerischer Qualität vermissen, lebte aber vom Kampf und der Spannung. Andreas Vogel hätte auf Pareyer Seite für die Entscheidung sorgen können, scheiterte mit einem Freistoß am Güsener Keeper Daniel Vormeister (62.). Zehn Minuten später legte David Tschimmel quer auf Vogel, der allein vor Vormeister auftauchte, dieser aber den Winkel verkürzte.

In der Schlussphase überschlugen sich noch einmal die Ereignisse. Erst lief Eric Elsner allein auf Bonitz zu, schob den Ball aber neben das Tor. In der letzten Minute der regulären Spielzeit gingen Christian Einecke und Benjamin Schäfer gemeinsam zum Kopfball, wobei der Pareyer aus Sicht des Schiedsrichters unfähr den Ellenbogen zu Hilfe nahm und vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Eine doch sehr harte Entscheidung aus Sicht der Pareyer, die mit insgesamt vier Gelben Karten in diesem nicht unfairen Spiel belegt wurden. Verwunderlich war auch, dass auf des Gegners Seite kein einziger Spieler verwarnt wurde, spielten doch beide Mannschaften mit offenem Visier und schenkten sich nichts.

Letztendlich half das Remis vor allem dem Verfolger aus Niegripp (Zweiter, mit drei Spielen weniger). Dennoch bleibt die Spitzengruppe weiter eng zusammen. Parey beschließt in der kommenden Woche – so denn der Wettergott will – die Hinrunde gegen den SV Wahlitz.

SV 90 Parey: Bonitz – Gellert, Gorges, Einecke, Schmidt, Frömme, Hainsch, Tschimmel, Müller (78. Dernedde), Vogel, Pecher

SV Germania Güsen: D. Vormeister – T. Lamprecht, Schüßler, Wäscher, F. Lamprecht, Arnhold, Elsner, Schäfer, Ch. Kopp, Linnecke, Ch. Vormeister

SR: Mahler (Heyrothsberge), Witte, Laven; ZS: 101