Gommern (mak) l Die gute Nachricht vorab: Noch bleiben den Handballern des SV Eintracht Gommern bis zum Saisonstart in der Verbandsliga Nord knapp zwei Wochen Zeit. Die schlechte Nachricht: Für die Ehlestädter dürften in den nächsten 14 Tagen schweißtreibende Einheiten auf dem Programm stehen. So unterlagen die Gommeraner dem Sachsen-Anhalt-Ligisten BSV 93 Magdeburg am Donnerstagabend im Testspiel zwar nur mit 34:35, doch vor allem in den ersten 20 Minuten "war die Mannschaft etwas blockiert. Sie hat nicht zu ihrem spielerischen Faden gefunden", musste Neu-Trainer Dirk Heinrichs zugeben.

In der Deckung zu passiv, im Angriff zu statisch, rannten die Hausherren bereits nach sechs Minuten einem 1:7-Rückstand hinterher. Während die Landeshauptstädter mit ihrem schnellen Umkehrspiel zu vielen einfachen Toren kamen, rannten sich die Gastgeber in der BSV-Deckung immer wieder fest oder scheiterten an Keeper Benjamin Busk. "Aus der Bewegung heraus, aus der Bewegung heraus", forderte Heinrichs von seinen Mannen im Angriff immer wieder - zunächst ohne Wirkung.

Tolle Kombinationen, wie beim Treffer zum 6:11-Anschluss (17.), als Dennis Einwiller Ex-Fortschritt-Spielmacher Steffen Bretschneider sehenswert am Kreis bediente, blieben im ersten Drittel Mangelware. Lediglich durch Einzelaktionen, in denen Neuzugang Hagen Sommerfeld ein ums andere Mal eindrucksvoll seine Sprungkraft unter Beweis stellte, hielten die Ehlestädter den Anschluss.

"Im zweiten Drittel hat die Mannschaft ihr Potenzial im Angriff und in der Abwehr dann ein paar Mal aufblitzen lassen, aber es war nicht konstant genug", konstatierte Heinrichs. Nun konsequenter in der Chancenverwertung und in der Abwehr aggressiver, verkürzten die Hausherren Tor für Tor. Viele Einsatzzeiten erhielt dabei Bretschneider, einer von sechs Neuzugängen in Reihen der Gommeraner. "Er zeichnet sich durch seine Schnelligkeit aus. Dadurch, dass er unheimlich schnell umschaltet, kann er als vorgezogene Spitze bei einer speziellen Deckungsvariante agieren", so Heinrichs, der jedoch betonte: "Im Positionsspiel im Angriff fehlen ihm genauso wie den anderen Spielern noch einige Kilometer."

Sein Fazit zum letzten Drittel: "Da ist die Mannschaft dann ungefähr 60 bis 70 Prozent an ihr Leistungspotenzial herangekommen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass der BSV Magdeburg eine Klasse höher spielt und im letzten Jahr Zweiter geworden ist."

Während es in der Liga für die Gommeraner erst in knapp zwei Wochen ernst wird, empfängt die Heinrichs-Sieben bereits am nächsten Sonnabend, 7. September, in eigener Halle den HSV Magdeburg in der ersten Runde des HVSA-Pokals.

Die bisherige Vorbereitung gestaltete sich alles andere als einfach, "da einige Spieler immer wieder Beschwerden hatten". So plagten Sommerfeld Schulterprobleme, während Robert Mennecke, der in den kommenden drei Wochen ausfallen wird, muskuläre Beschwerden hat. Auch Phillip Eckhardt, der noch nicht spielberechtigt ist, wird in den ersten drei Wochen fehlen. Kurzum: "Wir sind noch in der Findungsphase."