Gommern/Magdeburg (bjr). Steffen Hartwig, Abteilungsleiter Leichtathletik beim SV Eintracht Gommern, machte nach der Verleihung der silbernen "Sterne des Sports" am vergangenen Montag in Magdeburg keinen Hehl daraus, dass er sich ein besseres Resultat als Platz vier ausgerechnet hatte. "Ich bin schon etwas enttäuscht von der Wahl. Vielleicht ist man da einfach zu sehr Sportler, aber ich hatte mir als ¿inneres Ziel‘ Platz drei gesteckt", so Hartwig.

Das Gommeraner Projekt Kinderleichtathletik, kurz "Kilei" genannt, ging als Regionalsieger für das Jerichower Land im Finale auf Landesebene an den Start. Bei dem vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken-Raiffeisenbanken ins Leben gerufenen Wettbewerb werden außergewöhnliche Sportprojekte gefördert.

Dass nun der 1. FC Lok Stendal und sein Fußballprojekt "Kinder auf der Straße" den mit 2 500 Euro dotierten Hauptpreis aus den Händen von Landessportminister Norbert Bischoff und LSB-Vizepräsident Winfried Melzer entgegennahm, schmerzte Hartwig bei der Festgala im Gesundheits- und Sozialministerium schon ein wenig. "Wir haben uns bei der Bewerbung eindeutig unter Wert verkauft. Der Integrationsaspekt, der bei den anderen Projekten besonders hervorgehoben wurde, steckt bei uns ebenso drin. Ausländische oder sozial schwache Kinder stehen auch bei uns nicht außen vor", sagte Hartwig.

Mit dem vierten Platz war ein Scheck über 500 Euro verbunden. Über diesen freute sich der Abteilungsleiter dann doch – auch wenn es sich wie ein Trostpreis anfühlte.