Warnau/Burg l Nach einer zerfahrenen Landesligapartie am Sonnabendnachmittag beim Aufsteiger Havelwinkel Warnau, forderte BBC-Trainer Marcel Probst mehr Geschlossenheit von seiner Mannschaft. Burg gelang es zu selten, durch spielerische Mittel zum eigenen Angriffsspiel zu finden.

Kaum Spielfluss

Nach dem hoffnungsvollen 2:0-Heimsieg über Wernigerode am vergangenen Wochenende, machte Burg in Warnau wieder einen Schritt zurück. Die Begegnung war die meiste Zeit fahrig. Beide Teams kamen zumeist durch Standards zu Möglichkeiten. „Auf dem kleinen Platz ging teilweise vogelwild in beiden Richtungen zur Sache“, gab BBC-Spielertrainer Marcel Probst das Geschehene wider.

Der Trainer selbst hatte gleich die erste große Chance nach drei Minuten. Einen Querpass von Erik Teege verwertete Probst nur unzureichend. „Den nehme ich auf meine Kappe.“ Im weiteren Spielverlauf gab es gute Möglichkeiten auf beiden Seiten, wobei die Qualität zu wünschen übrig ließ. Zahlreiche Standards senkten das spielerisch Niveau und den Spielfluss ungemein. Das Auf und Ab spielte dem Aufsteiger in die Karten, ebenso wie die personelle Situation der Gäste. Einschließlich Probst konnte der BBC an diesem Tag nur einen 13-köpfigen Kader (fünf Stammkräfte waren privat verhindert) vorweisen, was der Trainer im Nachgang scharf kritisierte.

Appell an Mannschaft

„Es gibt mir langsam zu bedenken, wenn das so weiterläuft. Die Spieler müssen Verantwortung übernehmen und die persönlichen Belange ab und an weiter hinten anstellen, damit es mit dem Verein wieder aufwärts geht.“ Klare Worte vom Trainer, der mit der aktuellen Situation sichtlich unzufrieden ist.

Dass die Ihlestädter mit diesem Kader kein Auswärtsspiel gewinnen können, zeigte der Auftritt in Warnau sehr deutlich. Auch im zweiten Durchgang waren gute Ansätze da. Erik Teege scheiterte mit einer hundertprozentigen Chance am leeren Tor. In Minute 72 folgte eine Schlüsselszene. Probst ging nach einem Kopfballduell zu Boden. Alle BBC-Spieler warteten auf den Pfiff des Schiedsrichters. Doch der blieb aus. Warnau nutzte diesen Moment der Verwirrung eiskalt aus und erzielte das 1:0.

„Sowas darf nicht passieren, auch wenn es aus meiner Sicht ein Foul war.“ Die Burger stellten daraufhin offensiv um, was dem Aufsteiger wiederum Räume verschaffte. Ähnlich wie das 1:0 fielen dann auch das 2:0 und 3:0. „Der 3:0-Endstand ist am Ende etwas zu hoch, was nicht heißt, dass Warnau unverdient gewonnen hat“, bilanzierte Probst.

Warnau: Vicentin – Buricke, Walther (76., Ahlendorf), Bunkus (59., Hain), Hensel, Püschel, Brömme, Schulz, Doering, Bresigke, Schmoock

Burg: Dünnebier – Rißling, Fischer, Lenz, Friedrich (51., Musah), Ch. Madaus, C. Madau, Probst, Schubert, Saager, Teege

Tore: 1:0, 2:0 Kevin Schmoock (72., 78.), 3:0 Timm Hensel (82.); SR: Tobias Menzel (Fortuna Magdeburg), Frank-Detlef Stietzel, Marvin Marmulla; ZS: 106