Güsen/Gommern l Schnell versammelte sich die Mannschaft des SV Eintracht Gommern nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen. Nach einer kurzen Ansprache von Trainer Olaf Worschech übernahmen die Spieler die Kontrolle. Erst ertönte der Endstand aus den Kehlen der Akteure. Zwischendurch die Buchstaben, welche am Ende das Wort „Humba“ ergaben. Um dem ganzen Geschehen noch mehr Ausdruck zu verleihen, fielen die Begriffe „Auswärtssieg“ und natürlich „Derbysieger“. Denn die Fußball-Landesklasse-Partie zwischen dem SV Germania Güsen und dem SV Eintracht Gommern war früh entschieden. Am Ende jubelten die Gäste über einen deutlichen 6:1 (4:1)-Erfolg.

Drei Tore in den ersten zehn Minuten

Einem schmeckte dieser Nachmittag gar nicht. Rene Bonitz, Trainer vom SV Germania Güsen, wirkte bedient. „Alle waren sich einig, dass wir heute gewinnen wollen. Das es so ausgeht, daran haben wir nicht gedacht.“ Denn der Heimmanschaft war durchaus bewusst, wie Gommern agieren würde. Druckvoll liefen die Gäste die Hausherren an, zwangen sie zu Fehlern. „Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was angesagt wurde“, war Worschech zufrieden. Und nach nicht einmal zehn Minuten hatte es schon drei Mal im Kasten der Güsener geklingelt. Maximilian Döring versenkte erst einen Abpraller unhaltbar im Kasten (6.) und war dann nach einem Fehler der Hausherren zur Stelle (7.).

Aber der Spuk war noch nicht vorbei. Wieder nur eine Minute verging, bis Dominic Engel auf 3:0 erhöhte. „Wir hatten gar keine Chance, uns von den Gegentreffern zu erholen. Mit Glück wären wir in der Anfangsminute in Führung gegangen“, so Bonitz. „Uns fehlt aber vorne das Glück und hinten haben wir dann auch noch Pech“, sagte der Heimcoach nach dem „gebrauchten Tag.“

Denn Gommern legte eine hohe Effizienz an den Tag. Der vierte Schuss auf das Tor war wieder drin, erneut war Engel erfolgreich, der im zweiten Durchgang einen weiteren Treffer markierte und so seinen Hattrick schnürte.

Nur einmal ließen die Germanen ihr Können aufblitzen. Beim Treffer zum 1:4 ging ein Raunen durch die Zuschauermenge, Robert Döbberthin vollendete per Lupfer. „Mit solchen Aktionen zeigen sie ihr wahres Können“, sagte Bonitz. Aber es blitzt zu selten auf.

„Wir haben die Zweikämpfe angenommen und keine Hektik aufkommen lassen“, beobachtete derweil Worschech, der den Rest der Spielzeit genüsslich an der Umrandung lehnend das Spiel verfolgte. Denn gefährdet war der Sieg nie.