Möser/Gerwisch l Am 1. Spieltag der Fußball-Landesklasse zählten sowohl die TSG Grün-Weiß Möser, wie auch die SG Blau-Weiß Gerwisch zu den Gewinnern. Während der Neuling drei Punkte im Eröffnungsspiel beim BSV 79 Magdeburg erbeutete, überzeugten auch die Blau-Weißen mit dem 5:2-Heimsieg über den SSV Samswegen. Am Freitagabend treffen sich beide Teams im lang herbeigesehnten Derby. Anstoß im Möseraner Waldstadion ist um 18 Uhr.

Den Gerwischern gelang in der Saison 2017/2018 der Sprung von der Kreisoberliga in die Landesklasse. Für die Grün-Weißen ist die Liga dagegen noch unbekanntes Terrain, von dem sie mit dem Sieg über die Magdeburger Routiniers lediglich ein laues Lüftchen zu spüren bekamen. „Auf das Derby haben wir sehr lange gewartet; darauf, dass wir Gerwisch mal wieder vor die Brust bekommen. Ganz so wild wie in früheren Zeiten wird es sicher nicht zugehen, aber wir nehmen trotzdem das Messer zwischen die Zähne“, gibt sich TSG-Mannschaftskapitän Gorden Jordan durchaus angriffslustig. Weniger offensiv geprägt wird stattdessen die Taktik sein, mit der sein Team in die Begegnung starten will. Schon beim BSV 79 bewährte sich eine defensive Grundausrichtung mit zwei „Sechsern“ im zentralen defensiven Mittelfeld – ein ganz neuer Schachzug im Vergleich zur Kreisoberliga. Die neue, defensive Marschroute will Trainer Bernd Koßmann am Freitagabend durchaus wieder einschlagen.

Angriffslustiger Gastgeber

Der TSG-Coach hatte sich bereits das eine oder andere Vorbereitungsspiel des Kontrahenten angesehen und auch Jordan ist sich sicher, dass sein Trainer weiß, was den Liga-Neuling im Heimspiel gegen den Ortsnachbarn erwartet. „Auf dem Papier ist Gerwisch die stärkere Mannschaft, aber wir werden sehen, was wir erreichen können. Trainiert haben wir genug, so dass wir es im Abschlusstraining ruhiger angehen lassen konnten, bevor es im Spiel wieder ernst wird“, so Jordan, der bis dahin auch noch ein wenig Ruhe und Erholung tanken möchte.

Leisere Töne hingegen lässt die Gegenseite verlauten. Die Elf von Trainer René Pinske reist „mit Achtung und Respekt nach Möser. Die Liga zeigt sich allzu oft ausgeglichen und gleicht einer Wundertüte. Wir wollen die TSG als Aufsteiger keinesfalls unterschätzen.“ Und Pinske weiß wovon er spricht, glich doch die vergangene Saison mit drei Siegen sechs Unentschieden und sieben Niederlagen einer Achterbahnfahrt.

Gewappnet zumindest sehen sich die Gäste dennoch und bis zum Anstoß wird sich herausstellen, ob sie mit breiter Bank anreisen werden. Bisher fehlt lediglich Niels Karlowsky, alle anderen sollten einsatzbereit sein. „Möser hat zwar eine starke Truppe, aber die haben wir am Ende auch. Und wir sind hungrig“, so Pinske und baut darauf, an den Erfolg des ersten Spieltages anknüpfen zu können.