Paplitz l (mab/tgr) Den Startschuss für den Paplitzer Hallenturniermarathon gab das Ü 32-Turnier der Altherren. Neben dem Veranstalter SC Paplitz und Ortsnachbar Traktor Tucheim nahmen mit Post SV Magdeburg Oldies, SSV Besiegdas und Roter Stern Sudenburg gleich drei Mannschaften aus der Landeshauptstadt teil. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld mit dem FC Stahl Brandenburg. Im Modus Jeder gegen Jeden kristallisierte sich mit den Sudenburgern schnell ein Turnierfavorit heraus. Nur Gastgeber SC Paplitz bereitete ihnen große Mühe. Erst mit dem Schlusspfiff konnten die „Sterne“ einen knappen 1:0-Sieg verzeichnen. Durch einen 5:1-Sieg gegen den SSV Besiegdas kletterte der SC Paplitz noch von dem vierten auf den zweiten Platz. Auf Platz drei folgte punktgleich der SV Traktor Tucheim, der sich nur aufgrund des schlechtere Torverhältnisses geschlagen geben musste. Auf Platz vier landete Stahl Brandenburg. Die Plätze fünf und sechs gingen an den SSV Besiegdas und dem Post SV Magdeburg.

Brandenburger siegen bei Hallenmasters

Mit der 10. Auflage des Paplitzer Hallenmasters fand das eigentliche Hauptevent statt. Gespielt wurde in zwei Staffeln mit je fünf Mannschaften um den Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe A entschied auf den ersten drei Plätzen allein das Torverhältnis über das Weiterkommen. Mit neun Punkten und plus zehn Toren qualifizierte sich die DSG Eintracht Gladau als Gruppensieger für das Halbfinale. Ebenfalls mit neun Punkten und sieben Plustoren schaffte es der BSC Süd 05 II noch knapp vor der SG Belleben/Trebnitz, die auch mit neun Punkten, aber nur vier Plustoren den undankbaren dritten Platz in der Gruppe A erreichte. Völlig enttäuschend präsentierte sich der SC Paplitz, der sich noch hinter der Freizeitmannschaft Trinkerfreunde Belzig einreihte und nur den letzten Platz erspielte. In der Gruppe B war die Vergabe um die beiden Qualifikationsplätze für das Halbfinale schon eindeutiger. Kreisligist Traktor Schermen setzte sich mit zehn Punkte auf Platz eins vor Alemania Fohrde aus der Kreisoberliga Havelland. Dritter und vierter mit je vier Zählern wurden der TSV Fichte Helmstedt und der SV Wollin 52. Wie bereits im Vorjahr schafften es die Magdeburger von Atletico Miggis nicht über die Vorrunde hinaus und belegten mit einem Punkt den fünften Platz in der Gruppe B.

Vor den eigentlichen Halbfinalpartien wurden jeweils die Plätze fünf bis zehn durch Neunmeterschießen ermittelt. Im Spiel um Platz neun feierte der SC Paplitz erneut keinen Erfolg und unterlag Atletico Miggis mit 2:3. Im darauffolgenden Spiel um Platz sieben gewann zwar der SV Wollin gegen die „Trinkerfreunde“, doch für die Brandenburger war es bis dato der größte Erfolg bei Paplitzer Turnieren. Im letzten Neunmeterschießen vor den Halbfinalspielen besiegte die SG Belleben/Trebnitz aus dem Salzlandkreis die Niedersachsen TSV Fichte Helmstedt im Spiel um Platz fünf mit 4:3 und konnte nach dem unglücklichen dritten Platz in der Vorrunde doch noch ein versöhnliches Ende feiern.

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Im ersten Halbfinale standen sich die DSG Eintracht Gladau und Alemania Fohrde gegenüber. In einer temporeichen und fußballerisch ansehnlichen Partie siegte die DSG verdient mit 4:2. Auch im zweiten Halbfinale boten die Mannschaften von Traktor Schermen und BSC Süd II für die Zuschauer teils tollen Hallenfußball. Einschließlichschöner Tricks, guter Spielzüge und spektakulärer Torhüterparaden. Am Ende gewannen die Brandenburger zwar mit 3:0, doch Schermen war allemal auf Augenhöhe, haderte nur mit der Chancenverwertung.

Im Spiel um Platz drei trafen beide Halbfinalverlierer aufeinander. Alemania Fohrde zeigte von Beginn an wer unbedingt auf das Siegerpodest möchte und hatte mit dem 5:0-Sieg über Traktor Schermen nur wenig Mühe. Spätestens nach dem 0:3 gab sich der Vertreter aus dem Jerichower Land auf und ließ dem Schicksal seinen Lauf.

Im Finale kam es zur Neuauflage zwischen der DSG Eintracht Gladau und der Oberliga-Reserve des Brandenburger SC Süd. In der Vorrunde siegten die Sachsen-Anhaltiner noch mit 2:0. Dies wollten die Brandenburger nicht auf sich sitzen lassen. In einer taktisch geprägten Partie wollte keine Mannschaft zu früh alles riskieren. Erst gegen Ende der Partie, als die Brandenburger mit 1:0 führten, versuchte es die DSG mit allen Mitteln, fing sich jedoch wenige Sekunden vor Ende einen Konter ein und verlor etwas unglücklich mit 2:0. Somit feierte der Brandenburger SC Süd II erstmals den Sieg des Paplitzer Hallenmasters.

Pretzien gewinnt Ramba-Zamba-Cup

Eigentlich war ein Ü 50-Turnier geplant. Doch aufgrund weniger Zusagen und Rückmeldungen entschieden sich die Paplitzer für ein zweites Herrenturnier. Gespielt wurde in zwei Gruppen mit je vier Mannschaften. In der Gruppe A trafen der SV Havelland Roskow II, Blau-Weiß Pretzien, die SpG Wörmlitz/Stegelitz und die SpG Ziesar/Glienecke II aufeinander. Am Ende der Gruppenphase qualifizierten sich erwartungsgemäß Blau-Weiß Pretzien sowie die SpG. Wörmlitz/Stegelitz für das Halbfinale. Jedoch musste zwischen diesen beiden Mannschaften noch ein Neunmeterschießen entscheiden, da beide punkt- und torgleich waren und zudem der direkte Vergleich 1:1 endete. Nach einem spannenden Strafstoßschießen musste sich die SpG. Wörmlitz/Stegelitz knapp geschlagen geben. In der Gruppe B kämpften neben dem SC Paplitz, die als „Bommelinios Allstars“ aufliefen, der FC Stahl Brandenburg II, die Freiwillige Feuerwehr Karow und der VfB Oschersleben um den Einzug in die Endrunde. Souverän mit drei Siegen qualifizierte sich die Reserve von Stahl Brandenburg vor dem „Bommelinios Allstars“, die schon mehr Mühe hatten. Nur durch ein knappes 3:2 gegen die FFW Karow rutschen die Paplitzer noch ins Halbfinale.

Im ersten Halbfinale standen sich Blau-Weiß Pretzien und die „Bommelinios Allstars“ gegenüber, das die Pretziener knapp mit 1:0 gewannen. Ebenso spannend verlief das zweite Halbfinale zwischen Stahl Brandenburg II und der SpG. Wörmlitz/Stegelitz. Nach zehn intensiven Minuten hatten die Sachsen-Anhaltiner knapp mit 2:1 die Nase vorn. Im Spiel um Platz drei ging den Allstars allmählich die Puste aus. Wie bereits in der Gruppenphase gab es für die Paplitzer gegen Stahl Brandenburg nichts zu holen - 2:5.

Auch im Finale trafen sich mit Pretzien und Wörmitz/Stegelitz zwei Mannschaften, die sich bereits aus der Gruppenphase kannten. Erneut agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Nach zehn Spielminuten sicherte sich der Vorjahreszweite BW Pretzien durch ein 2:1 den Turniersieg.

Walsleben trumpft beim Frauen Cup auf

Gleich im ersten Spiel untermauerte der Vorjahresfinalist Eintracht Walsleben seine Favoritenstellung. Im Spiel gegen die SG Abus Dessau gewannen die Walsleberinnen mit 3:0. Auch das zweite Spiel gegen den SC Paplitz wurde klar mit 4:0 siegreich gestaltet. Daneben konnte Stahl Brandenburg mit vier Punkten einen guten Turnierstart vorweisen. Erst im dritten Spiel mussten sich die Brandenburgerinnen in einem vorgezogenen Endspiel den Walsleberinnen knapp mit 1:2 geschlagen geben. Am Ende setzte sich - wie erwartet - Eintracht Walsleben mit fünf Siegen aus fünf Spielen durch, dahinter platzierten sich die Stahl-Kickerinnen. Spannend ging es um Platz drei zu. Blau-Weiß Loburg und die Wackersleben standen sich im letzten Spiel direkt gegenüber. Rot-Weiß Wackersleben behielt die Oberhand und konnte sich noch an die Loburgerinnen vorbei mogeln. Den fünften Rang vor Schlusslicht SC Paplitz 07 erklimmte die SG Abus Dessau.

Gommern/Karith gewinnt bei F-Junioren

Mit sechs Siegen blieb die Spg. Gommern/Karith ohne Punktverlust und verwies Blau-Weiß Wusterwitz und den MSV Börde auf die Plätze zwei und drei, dicht dahinter reihte sich der FSV Havelberg ein. Auf Platz fünf landete der TSV Brettin/Roßdorf, der kurzfristig für den FC Deetz einsprang. Sechster wurden die Elbekicker aus Jerichow. Ohne Punkt und Tor belegte der SC Paplitz 07 den letzten Platz. Die Paplitzer traten noch mit einigen G-Junioren an und mussten viel Lehrgeld zahlen. Dennoch gaben sich die Mädchen und Jungen nie auf. Nicht grundlos wurde der Schlussmann vom SC Paplitz von allen Trainern als bester Torhüter nominiert. Der Betreuerstab der Paplitzer meinte nach dem Turnier: „Uns war klar, dass wir mit den Mannschaften, die im Punktspielbetrieb teilnehmen und nicht mithalten können. Uns war wichtig, dass unsere Kinder Spaß am Spielen hatten und da kommt es nicht so auf gewinnen oder verlieren an.“ Dieses Motto hatten sich letztendlich alle Paplitzer Teams auf die Fahne geschrieben.