Biederitz l Vorweg sei gesagt, dass es das erwartet schwere und unangenehme Spiel für die Biederitzer Damen, die fast in Bestbesetzung aufliefen, gegen den inzwischen auch spielerisch durchaus überzeugenden MTV Weferlingen wurde. Schlussendlich hatten die SVE-Frauen in der 1. Nordliga trotz – oder gerade aufgrund – zweier schwerwiegender Verletzungen das bessere und verdiente Ende für sich.

In der Anfangsviertelstunde sahen die zahlreichen Zuschauer die Gäste aus Weferlingen vorn, die mit viel Geduld auftraten und ihre Chancen konzentrierter als der die Gastgeber abschlossen. Die Damen des SVE stellten zwar eine gute Deckung, kamen aber gerade zu Beginn im Angriff nicht wie gewünscht zum Zug. So sprang nach 14 Minuten ein 5:5 heraus, ehe Monique Kumpf von Rechtsaußen schließlich die erste Führung besorgen konnte. In der Folge waren es die Biederitzer, die stets einen Treffer vorlegen konnten und beim 10:8 (19.) durch Pauline Stallmann und dem 11:9 (22.) durch Daniela Schottstedt sogar mit zwei Treffern die Nase vorn hatten. Doch die MTV- Frauen kämpften sich zurück und erzwangen nach dem 11:11- Ausgleich (26.) die Auszeit der Gastgeber. Diese sollte jedoch auch keine Wunder bewirken, so dass beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 14:14-Unentschieden die Kabinen aufsuchten.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst der sehr geduldig zu Werke gehende Gast aus Weferlingen wieder in Führung, ehe Monique Kumpf und Franziska Swoboda aus dem 16:17- Rückstand eine 18:17- Führung (39.) erspielen konnten. In der Folge legten Carina Witte und wiederum Kumpf erfolgreich zum 20:17 nach, was die Gäste aus Weferlingen kurzzeitig ein wenig unter Druck zu setzen schien. Aber auch in dieser Phase bewiesen die Gäste einen kühlen Kopf und waren folgerichtig beim 22:22 nach 49 Minuten wieder im Spiel. Diesem drückten die Biederitzer dann in den nächsten Angriffen den entscheidenen Stempel auf. In der Deckung entwickelte sich sichtlich ein Jetzt-erst-Recht-Effekt, nachdem nach Daniela Schottstedt (Handverletzung) auch Gina Hesse (Schulter) vorzeitig die Segel streichen mussten. Die Treffer zum 25:22 (53.) durch Carina Witte (2) und Franziska Swoboda verliehen den Gastgebern die nötige Sicherheit für die Schlussminuten, in denen die SVE-Frauen nun nichts mehr anbrennen ließen. So sprang schließlich ein verdienter 29:25-Erfolg gegen einen starken Kontrahenten aus Weferlingen heraus, der mit diesem Erfolg in der Tabelle erst einmal auf Distanz gehalten werden konnte.

„Die Mädels haben in Hälfte zwei gerade nach den Verletzungen eine starke Reaktion gezeigt und völlig verdient beide Zähler eingefahren. Ab dem kommenden Wochenende gilt es dann, eine ebenso erfolgreiche Rückrunde abzuliefern“, resümierte die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon und wagte zudem bereits einen Blick nach vorn.

Biederitz: Hartmann, Lippold - Gericke (3/1), Swoboda (3), Bormann, Kumpf (9/4), Witte (8/3), Seemann, Köster (1), Schottstedt (3), Heitmann, Stallmann (1), Gehrmann (1), Hesse