Kalbe l Der VfL Kalbe/Milde hat das mit Spannung erwartete Derby in der Basketball-Bezirksliga vor heimischer Kulisse deutlich mit 77:46 (37:21) gegen den PSV Salzwedel gewonnen und geht damit mit einer weißen Weste in die Weihnachtspause.

Topscorer fehlen Salzwedel

Doch von echter Derbystimmung war in der Halle selbst nicht viel zu spüren, zu dünn war die Salzwedeler Personaldecke, so dass man kein Prophet sein musste, um den Spielausgang vorherzusagen. So fehlten mit Marcel Ziemke und vor allem Marcel Manthey die Topscorer der Jeetzestädter.

Und ohnehin konnten die Mannen um Spielertrainer Reinhard Geratz nur sieben Akteure aufbieten. Eine volle Bank war dagegen bei den Hallenherren zu sehen. Dort fehlten nur die angeschlagenen Tim Schülke und Olaf Duwe.

Doch am Ende muss jedes Spiel erst gespielt werden. „Naja, schauen wir mal“, machte Geratz schon beim Warmmachen sich und seiner kleinen Mannschaft Mut.

6:0-Lauf des PSV Salzwedel

Und den strahlten sie zu Beginn auch gleich aus. Ehe sich die Kalbenser versahen, stand nämlich ein 0:6 aus ihrer Sicht auf der Anzeigetafel. Geratz und Kuhl hatten per Dreier den Blitzstart der Gäste besorgt. Doch dann riss der Faden bei den Salzwedelern. Zwar glänzten die VfL-Männer auch nicht gerade mit einer guten Trefferquote, aber sie bekamen das Spiel in den Griff und hatten vor allem hinten nun allesunter Kontrolle.

Spätestens als der VfL zum 9:9 aufschließen konnte - Lotsch besorgte das per Dreipunktwurf - kippte das Match. Damit aber nicht genug. Der VfL ließ bis zum Viertelende (24:9) und bis in die 14. Minute hinein keinen weiteren PSV-Punkt mehr zu und führte 29:9, ehe Geratz per Freiwurf die Salzwedeler Krise beendete.

Dann ging es auch wieder bergauf mit den Gästen, weil die Kalbenser die Sache offensiv weiter schleifen ließen. Bis zur Pause konnten sie sich nicht weiter absetzen (37:21).

VfL Kalbe zieht nochmal an

Im dritten Abschnitt erzielten die PSV-Männer, die zusehends aufgrund der kleinlichen Schiedsrichterlinie mehr und mehr in Foultrouble kamen, aber zunächst Gleichwertigkeit. Sie arbeiteten sich auf 30:43 (26.) heran, ehe der VfL noch einmal anzog und bis zur Viertelpause zu einem 12:0-Lauf ansetzte. So war das Spiel beim 55:30 (30.) praktisch entschieden.

Doch auch hier gaben sich die Salzwedeler nicht auf und versuchten alles, um das Ergebnis so freundlich wie möglich zu gestalten. In Minute 38 schaffte Spielertrainer Geratz, der wenig später nach seinem fünften persönlichen Foul das Feld verlassen musste, das 46:69. Zuvor hatten aber schon Golcer und Siatras wegen zu hoher Foulbelastung auf der Bank Platz genommen, so dass der PSV das Match mit vier Feldspielern beenden musste. Das nutzte der VfL noch einmal zu einem klaren 10:0-Lauf und den 77:46-Endstand.

VfL Kalbe/Milde: Lotsch (12 Punkte), Mehlicke (8), Schmieder (2), Drüsedau (8), Czubkowski (3), Gericke (8), Lohse (25), Schuler, Schröder (9), Berck (2).

PSV Salzwedel: Geratz (12 Punkte), Petrovic (4), Siatras (6), Kuhl (6), Golcer (10), Schönfelder (2), Kramer (6).