Gardelegen l Beim Tabellenschlusslicht tritt die Mannschaft von Norbert Scheinert erstmalig in der Rolle des Gejagten an.

Der Traum vom Aufstieg darf weiter geträumt werden. Mit dem Sieg am vergangenen Wochenende in Irxleben und dem Patzer von Preussen Magdeburg gegen den SV Staßfurt, ist dieser wieder ein Stück näher gerückt.

SSV hofft auf positiven Jahresabschluss

Der SSV Gardelegen konnte sich damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zum Herbstmeister der Landesliga aufschwingen. Der Sprung auf Rang eins krönte eine herausragende Hinrunde, in der dem SSV nahezu alles gelang. Die Rolandstädter erzielten 52 Tore in 15 Spielen und blieben gegen Irxleben am vergangenen Spieltag zum sechsten Mal ohne Gegentor - Ligaspitze! Nur Verfolger Preussen Magdeburg behielt ebenso häufig die weiße Weste und kann mit 48 erzielten Treffern offensiv mithalten.

Der SSV 80 Gardelegen ist nicht nur ganz oben in der Landesliga angekommen, sondern mittlerweile das Maß aller Dinge. Wie es der Spielplan nicht besser hätte meinen können mit dem SSV, dürfen die Scheinert Schützlinge als Tabellenführer zum Schlusslicht Blau-Weiß Niegripp reisen. Während die Aufstiegskonkurrenten MSV Börde und Preussen Magdeburg im direkten Verfolgerduell aufeinander treffen, könnte der SSV nicht nur auf Rang eins überwintern, sondern den Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz ausbauen.

Gegner nicht unterschätzen

Doch Vorsicht ist beim kommenden Gegner dennoch geboten. Die Blau-Weißen verloren zwar das Hinspiel gegen den SSV deutlich mit 0:9, befinden sich allerdings in einem kleinen Aufwärtstrend. Aus den letzten fünf Spielen, konnten immerhin sechs Punkte geholt werden (darunter ein achtbares 0:0 gegen Absteiger Union Schönebeck). Offensiv hat die Truppe von Sandro Becker, der vor der Saison das schwere Erbe von Thomas Seidelt auf der Trainerbank antrat, allerdings wenig zu bieten.

Magere zehn Tore gelangen dem Underdog in der Hinrunde. Allein SSV-Torjäger Simon Bache weist mit 18 Saisontoren fast doppelt so viele Tore auf. „Von diesen Zahlen dürfen wir uns nicht blenden lassen. In Niegripp wird es richtig schwer. Wir erwarten einen tief stehenden Gegner, der uns das Leben schwer machen will“, so SSV-Coach Norbert Scheinert.

Am Alten Kanal in Niegripp erwartet den SSV am Sonnabend um 13 Uhr eine zähe Aufgabe.