Die Männer vom Volleyballclub Hessen haben es geschafft. Nach dem Gewinn des Titels in der Kreisliga Halberstadt wurden sie am Dienstagabend in der Baderslebener Huylandhalle auch noch Pokalsieger und schafften somit im Altkreis Halberstadt das begehrte Double.

Badersleben (bkr/rde) l Zum Saisonabschluss der Volleyballer trafen sich vier Männermannschaften in der Baderslebener Huylandhalle zum Final-Four der Pokalrunde. Die Ansetzungen in den Halbfinalspielen, die parallel auf zwei Spielfeldern ausgetragen wurden, ergaben sich aus den Ergebnissen der Vorrunde. Die Volleyballer des heimischen FSV Eintracht erwarteten mit der VSG Halberstadt I den Zweitplatzierten der Punktspielrunde. Beide Mannschaften standen als Neulinge in dieser Endrunde. Zur gleichen Zeit kam es auf dem zweiten Spielfeld zur Neuauflage des kleinen Finales des Vorjahres zwischen Meteor Wegeleben und dem VC Hessen. Für die Wegelebener lief es in der Punktspielrunde nicht ganz rund und so ruhten ihre Hoffnungen auf diesem Pokalabend. Die Volleyballer aus Hessen gingen als Kreismeister in den Pokalfight.

In den beiden Halbfinalspielen setzten sich die Favoriten durch. Die Hessener dominierten gegen Wegeleben den ersten Satz (25:12) nach Belieben. Schöne Anspiele von Uwe Große wurden von den Angreifern souverän in Punkte verwandelt. Der zweiten Satz verlief sehr spannend. Meteor hielt lange mit, wobei Martin Kunze, Jan Kaiser und Thomas Lüttich die VCH-Abwehr vor Probleme stellte. Aber Dank der größeren Angriffswucht durch Sebastian Pätzold und David Krolikowski setzte sich der VC Hessen mit 25:22 durch und zog damit in das Finale um den Wanderpokal ein, der von der Zürich Versicherung Thomas Windel gestiftet wurde.

Auf dem zweiten Feld machten die VSG-Volleyballer kurzen Prozess und ließen den Hausherren keine Chance. Souverän und abgeklärt brachten Tobias Wanka und Robert Rühlmann ihre Nebenmänner in gute Angriffspositionen. Mit 25:10 und 25:16 setzten sich die Halberstädter gegen Badersleben durch. Somit war das Traum- finale zwischen den beiden Erstplatzierten der Punktspielrunde perfekt.

Im Spiel um den dritten Platz zwischen Wegeleben und Badersleben ging es hoch her. Konnten die Wegelebener den ersten Satz mit 25:16 für sich entscheiden, glich Badersleben im zweiten Durchgang aus (25:22). Lange sah dann Meteor wie der Sieger aus, doch beim Stand von 19:18 übernahm Badersleben die Führung und gab sie nicht mehr ab. Nun musste der Tie-Break entscheiden. Auch hier war es lange sehr ausgeglichen. Letztendlich setzten sich die Hausherren mit 15:11 durch und feierten unter großem Jubel den dritten Platz in der Pokalrunde.

Packenden Volleyballsport gab es dann im Finale. Es sollte das wohl beste Spiel der diesjährigen Pokalrunde werden. Mit zwei verschlagenen Angaben startete der VCH in den Satz und lag schnell zurück. Jens Keilwagen und Arne Brand wurden mustergültig von ihren Zuspielern bedient und hatten wenig Mühe, die Bälle im Hessener Feld unterzubringen (12:5). Nach einer Auszeit der Hessener kamen diese besser ins Spiel und verringerten den Rückstand auf die Halberstädter (22:20). Beim Stand von 24:23 und 25:24 vergab der VCH die Chance auf den Satzball und die VSG nutzte ihrerseits die Möglichkeit zum 27:25-Satzgewinn. Mit dem Schwung, den die Hessener im ersten Satz noch aufnehmen konnten, starteten sie in den zweiten Satz. Wuchtige Angriffe von David Krolikowski und Sebastian Pätzold sorgten für eine beruhigende Führung. Die VSG bäumte sich noch einmal auf. Knut Ehrig und Jörg Rühlmann ließen durch ihre Angriffe den Punktabstand nicht zu groß werden. Die Fans des VCH sorgten mit ohrenbetäubenden Lärm für eine tolle Stimmung in der Huylandhalle. Mit 25:19 erzwangen die Hessener den Satzausgleich. Somit musste der Pokalsieger ebenfalls im Tie-Break ermittelt werden. Der VCH hatte das Aufschlagsrecht und D.Krolikowski sorgte für eine 5:0-Führung. Nach dem letzten Seitenwechsel sorgte Falk Biewendt für den lautstark gefeierten 15:5-Matchball der Hessener.

Unter großem Beifall nahm dann der VC Hessen den Wanderpokal entgegen. Der Dank geht an die Volleyballer aus Ströbeck und der VSG, die das Schiedsgericht stellten, sowie an Eintracht Badersleben und Hallenwart Sackmann.

SV Meteor Wegeleben: Ponwitz, Richter, Kaiser, Kunze, Strümpel, Wolny, Dräger, Lüttich;

FSV Eintracht Badersleben: Hiller, Lieben, Beder, Rautenschlein, Wolf, Hoppe, Langer;

VSG Halberstadt I: Brand, Keilwagen, R. Rühlmann, Ehrig, Wanka, J. Rühlmann;

VC Hessen: Junghans , Haas, Biewendt, Große, Simon, Körtge, Denecke, Pätzold, Krolikowski.