Halberstadt l Die 300 Zuschauer bekamen zwei keine Tore, dafür aber eine spannende, temporeiche und intensive Partie auf sehr gutem Niveau geboten. Beide Teams agierten im 4-4-2, wobei Germania-Coach Maximilian Dentz mit dem gelernten Mittelstümer Philipp Harant in der Innenverteidigung überraschte.

Die ersten vielversprechende Offensivaktionen waren auf Seiten der Germania. Ein Schuss von Dennis Blaser wurde geblockt, beim anschließenden Eckball von Benjamin Boltze scheiterte der aufgerückte Harant per Kopf (4.). Erstmals hektisch wurde es fünf Minuten später: nach einem Luftduell zwischen Leon Heynke und Gästekeeper Pascal Kühn schob Dennis Blaser den herunterfallenden Ball ins leere Tor. Die Heimelf war schon am Jubeln, ehe Referee Lechner doch auf Freistoß für den BAK entschied.

Gäste mit der ersten Chance

Es folgten die ersten gefährlichen Angriffe der spielstarken Hauptstädter, bei denen Oliver Hofmann beim Kopfball ebenso wie Abu Bakarr Kargbo bei einem gefährlichen Flachschuss im Abseits standen. Die erste Großchance bot sich den Gästen nach 24 Minuten. Voraus ging der Szene ein Abstimmungsfehler zwischen Dustin Messing und Fabian Guderitz. Der Germania-Keeper parierte jedoch reaktionsschnell gegen Tolcay Cigerci, den Nachschuss klärte Heynke auf der Linie.

Chancenplus nach der Pause

Nach eine knappen halben Stunde folgte die stärkste Phase der Heimelf. Ein Freistoß von Benjamin Boltze wurde zur Ecke abgelenkt (28.), aus der die nächste Chance resultierte. Leon Heynke verlängerte die Flanke auf Lukas Surek, der bei seinem gefährlichen Kopfball im Abseits stand. Wiederum nur eine Minute später marschierte Alexander Schmitt mit Tempo durch‘s Mittelfeld, die folgende Twardzik-Eingabe grätschte Marcus Mlynikowski aus der Gefahrenzone. Dann waren wieder die Berliner an der Reihe, Heynke klärt eine scharfe Cigerci-Hereingabe mit Kopf (35.) und Lukas Surek vereitelte einen Konter mit starker Grätsche gegen Hofmann (36).

Auch nach Wiederanpfiff wurde die Partie mit großer Intensität fortgeführt, Chancen waren zunächst Mangelware. Den Anfang machte der Beliner AK, Oliver Hofmann setzte einen Schuss an die Netzaufhängung (58.) und Cigercis Schuss wurde geblockt (67.).

Die klareren Chance der zweiten Halbzeit waren im weiteren Verlauf aber ganz klar auf Seiten der Halberstädter. Nach Flanke von Lukas Surek köpfte Dennis Rothenstein knapp drüber (70.). Drei Minuten später flankte erneut Surek in die Mitte, Alexander Schmitt scheiterte per Kopf am starken BAK-Keeper Pascal Kühn (73.). Auf der Gegenseite hatte Benjamin Boltze bei einem Konter Glück, dass es der Referee nach einem Foul gegen Seref Öczan bei einer Gelben Karte beließ.

Dann war wieder die Germania an der Reihe, freigespielt von Martin Ludwig hämmerte Lukas Surek den Ball ans Lattenkreuz (84.). Nur eine Minute später scheiterte Philipp Harant per Kopf an Torwart Kühn, auch Martin Ludwig konnte den Ball per Kopf nicht im unterbringen. So waren die Berliner in Anbetracht der Chancen sogar froh, einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen.

Spiel auf gutem Niveau

Dies sah auch BAK-Trainer Ersan Parlatan bei der Pressekonferenz so: „Es war ein Spiel auf höchstem Regionalliga-Niveau. Wir hatten zwar spielerische Vorteile, aber hinten raus Glück, dass Germania seine Chancen nicht zum Sieg nutzt.“ Sein Gegenüber Maximilian Dentz lobte in erster Linie die taktische Disziplin seiner Elf, „sie hat den Matchplan nahezu vollständig umgesetzt. Es war ein richtig gutes Regionalliga-Spiel, mit etwas Glück gehen wir als Sieger vom Platz. Aber auch der Punkt gegen einen starken Tabellenzweiten ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zum Ziel.“

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Guderitz - Boltze (84. Jäpel), Harant, Heynke, Twardzik - Messing (61. Michel), Hofgärtner, Schmitt, Surek - Blaser, Rothenstein (70. Ludwig);

Berliner AK: Kühn - Siemann, Kauter, Koch, Mlynikowski - Özcan (76. Akyörük), Deniz, Oschmann, Hofmann (90. Bastürk) - Kargbo, Cigerci (87. Möllering);

Tore: Fehlanzeige;

Schiedsrichter: Florian Lechner;

Zuschauer: 301.