Halberstadt l Die Germania scheint jedenfalls eine gute Ausgangsposition beim FC Energie Cottbus nicht voll ausgeschöpft zu haben.

Noch ein Spieltag, dann ist die Hinrunde in der Regionalliga Nordost schon wieder Geschichte. Germania Halberstadt steht aktuell mit 15 Zählern auf einem Nichtabstiegsplatz, wenngleich es sehr knapp zugeht. Es mag etwas vermessen klingen, auch weil viele aus dem Halberstädter Umfeld hier von einem „Bonusspiel“ sprachen, aber beim Drittliga-Absteiger Cottbus war für den VfB durchaus mehr drin. Die anvisierten 20 Punkte sind nun zum Hinrundenabschlus gegen den VfB Auerbach nicht mehr möglich. Bis zum Jahresende schon, denn mit Optik Rathenow und dem ZFC Meuselwitz gibt es in 2019 noch zwei Begegnungen der Rückrunde zu absolvieren.

Körner legt den Finger in die Wunde

Trainer Sven Körner kritisierte, dass seine Elf nicht das volle Potenzial ausgeschöpft hat. „Wir waren nur teilweise mutig, es war nicht gut genug, um etwas mitzunehmen, obwohl es machbar war. Uns hat ein Stück weit die Intensität im Passspiel und in der Zweikampfführung gefehlt. Auch die Überzeugung und die Geschwindigkeit, mit der wir sonst ins letzte Drittel des Spielfeldes gehen, war nicht so zu sehen. Da uns Cottbus lange am Leben gelassen hat, müssen wir eigentlich noch den Ausgleich machen. Es ist einfach schade.“ Vorwürfe erhob der 37-Jährige aber nicht. „Die Jungs machen es nicht mit Absicht, es war wohl etwas Angst vor der eigenen Courage im Spiel. Die Kulisse hat womöglich beeindruckt. Ich lege aber für jeden meiner Spieler die Hand ins Feuer, weil ich weiß, wie akribisch sie im Training arbeiten.“

Sein Team ließ in der Lausitz viele kleine Dinge vermissen: Unterstützung für den, der am Ball ist, zu wenige wollten überhaupt den Ball. Für den Ballführenden wurden kaum Optionen geboten. Was dem VfB allerdings schon länger fehlt: Die Torgefahr von allen Offensivspielern. Halberstadt braucht wieder mehr Abschlüsse und Treffer aus dem Spiel heraus.

Körner schaut schon voraus, will in den letzten drei Begegnungen des Jahres punkten. „Das sind Gegner auf Augenhöhe. Wir wissen, dass wir in der Liga konkurrenzfähig sind, darum sind wir da in der Pflicht.“