Osterwieck l Mit Spielmacher Kevin Hildach und Torjäger Philipp Matzelt gab das „Herzstück“ des Landesklasse-Teams am Freitagabend im Kreis der Mannschaft offiziell seinen Abschied bekannt. Das Duo wechselt zum Verbandsligisten FC Einheit Wernigerode.

Abschied mit Wehmut

„Wir verlieren natürlich mit Kevin und Philipp zwei unserer wichtigsten Säulen. Aber ehrlich gesagt war uns immer klar, dass wir Spieler mit solch einer Qualität nicht dauerhaft in Osterwieck halten werden. Wir freuen uns für die beiden sehr, dass sie diese Chance bei einem so traditionsreichen Verein bekommen. Aber wir sind auch ein wenig stolz auf unsere Nachwuchsabteilung, die solche Talente hervorbringt“, kommentierte Abteilungsleiter Ulf Hildach den Wechsel.

Kevin Hildach hat seine bisherige Fußball-Laufbahn komplett in Osterwieck verbracht und war in jeder Altersstufe Leistungsträger und Führungsspieler. Schon als er in der Saison 2013/14 als 17-Jähriger zur Landesklasse-Mannschaft stieß, war er mit seiner spielerischen Klasse eine Bereicherung für die Mannschaft. In den darauffolgenden Jahren wurde er zur tragenden Säule und entwickelte sich unter den Trainern Matthias Fieberling und Andreas Binder zum Torgaranten und Vorbereiter. Seine Freistöße sind in der ganzen Liga gefürchtet. In der abgebrochenen Saison führte er mit 19 Treffern die Torjägerliste an.

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Matzelt hat den Torriecher

Auch Philipp Matzelt hat zum großen Teil das rot-weiße Trikot getragen. Nachdem er sich für ein Jahr den TSV-Herren seines Heimatorts Berßel anschloss, kehrte er zur Saison 2016/17 wieder zurück in den Ratsgarten. Als klassischer Stürmer fand man ihn fortan immer ganz vorn in der Torschützenliste. In drei Saison erzielte Matzelt herausragende 78 Tore und krönte sich in der Serie 2018/19 mit 32 Treffern mit der Torjägerkanone der Landesklasse-Staffel 3. In der nun abgebrochenen Saison fiel der 22-Jährige aufgrund einer schweren Knieverletzung aus.

„Ich freue mich natürlich, dass ich die Chance bekommen werde, zwei Ligen höher zu spielen und möchte dort auch gern meine Leistung auf‘s Spielfeld bringen. Mit 23 Jahren ist es einfach auch an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich freue mich, bei Einheit mit sehr guten Mitspielern zusammen spielen zu können. Dazu passt es für mich persönlich gerade, dass auf meiner Position Handlungsbedarf besteht“, erklärte Kevin Hildach seinen Wechsel an den Mannsberg.

Entscheidung nicht leicht gefallen

„Mein Osterwiecker Herz blutet natürlich gerade sehr. Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen, aber sportlich möchte ich diese Herausforderung annehmen. Man will natürlich so hoch spielen, wie es nur geht. Persönlich möchte ich das Maximum aus mir heraus holen und schauen, ob ich auch in der Verbandsliga bestehen kann“, fügte der technisch versierte Mittelspieler hinzu.

Auch Philipp Matzelt fiel der Wechsel alles andere als leicht: „Es ist auch für mich eine schwere Entscheidung gewesen, da ich die Jugend und zuletzt vier erfolgreiche Saisons im Männerbereich in Osterwieck verbracht habe. Da ist es schon schwierig den Heimatverein zu verlassen. Anderseits ist es auch an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen, um zu versuchen, sich auch in einer höheren Liga durchzusetzen. Natürlich wünsche ich der Eintracht viel Glück.“

Gesundheitlich ist der Torjäger nach seiner Kreuzband-OP auf dem besten Weg. „Die Operation ist fünfeinhalb Monate her, ich bin dem Zeitplan sogar etwas heraus. Bis jetzt ist laut Arzt alles super, spätestens im September oder Oktober kann ich wieder richtig einsteigen“, freut sich der schnelle Angreifer bereits auf seine Rückkehr auf den grünen Rasen.

„Dadurch, dass uns beide Spieler und die Verantwortlichen aus Wernigerode so frühzeitig und offen über den Wechsel informiert haben, konnten wir schon einige gute Gespräche mit potentiell neuen Spielern führen. Wir werden unsere Ausrichtung aber beibehalten und weiterhin junge Spieler, vor allem aus den eigenen Reihen, beziehungsweise aus der Region in unsere Herrenabteilung integrieren“, blickte Ulf Wagner bereits voraus. „Die Mannschaft, das Trainerteam und der gesamte Verein wünschen Kevin und Philipp sportlich alles Gute und viel Erfolg auf dem neuen Weg“, so Wagner.