Halberstadt l „Es wird sicher Veränderungen im Vergleich zum Pokalspiel in Nedlitz geben“, meinte Halberstadts Trainer Sven Körner im Vorfeld der Mittwoch-Abend-Partie mit Blick auf die Startelf, „es gibt aber auch Jungs, die beim 7:0-Erfolg auf sich aufmerksam gemacht haben. Das sollte aber auch der Anspruch eines jeden hier sein“.

In jedem Fall spielen wird wieder Germanias neuer Torwart Kilian Neufeld, nachdem die Nummer 1, Florian Sowade, noch einige Wochen verletzt ausfallen wird. „Er macht es im Training gut und genießt komplett unser Vertrauen“, bescheinigt Körner dem Schlussmann einen ordentlichen Start in dessen neuer Wahlheimat. „Er ist ein ruhiger Spieler, ich denke, dass er schon ganz gut angekommen ist“.

Bilanz kann sich sehen lassen

Ansonsten will Körner von seiner Elf „Männerfußball“ sehen, möglichst mit drei Punkten am Ende auf der Habenseite. „Wir sind noch zu jugendhaft aufgetreten, gegen einen Kontrahenten wie Chemie müssen wir physisch alles in die Waagschale werfen, denn auf diesem Gebiet werden uns die Leipziger alles abverlangen.“ Bislang kann sich die Bilanz gegen den Leutzscher Traditionsverein durchaus sehen lassen. In vier Vergleichen ging die Germania noch nie als Verlierer vom Platz (1 Sieg, 3 Remis‘). Allerdings scheint ein Punktgewinn aus Sicht der Hausherren heute zu wenig. „Wir wollen das Spiel gegen Chemie gewinnen. Die Jungs sollen sich endlich für die guten Auftritte in der Liga belohnen“, so Körner.

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Die BSG reist nach dem großen Highlight am vergangenen Freitag, wo man im Rahmen der „Flutlicht-für-Leutzsch“-Kampagne ein Testspiel vor 8000 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt bestritt, mit Rückenwind nach Halberstadt. Auch Benjamin Boltze wird dabei sein. 94 Mal lief er für den VfB Germania zwischen 2016 und 2019 auf. Er kehrt heute mit der BSG an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Es waren drei schöne und erfolgreiche Jahre in Halberstadt, auf die ich gerne zurückblicke. Ich bin dort als Mensch und Sportler gereift. Doch nun bin ich auch froh, wieder zuhause zu sein und für Chemie aufzulaufen“, so der 33-Jährige. Nach dem Spiel gegen den Bundesligisten müssen er und die BSG nun den Schalter umlegen. „Jetzt kehrt wieder der Alltag ein und wir versuchen in Halberstadt zu punkten. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Qualität in der Mannschaft haben, um in der Liga bestehen zu können“, sagte der ehemalige VfB-Spielführer im Vorfeld.