Schwanebeck l Das 3:2 gegen den Spitzenreiter SV Grün-Weiß Rieder war der fünfte Sieg in Serie. Außerdem erzielten die Schwanebecker ebenfalls zum fünften Mal in Folge drei Tore.

Spiel zunächst ausgeglichen

Die etwa 90 Zuschauer in Schwanebeck sahen über weite Strecken der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel. Die spielerischen Vorteile und das Chancenplus lagen dabei auf Seite der Gastgeber.

Schon relativ früh wurde aber auch deutlich, dass Schiedsrichter Rainer Schäl viel Arbeit bekommen sollte, denn es ging sehr körperbetont zu. Viele Fouls und Nicklichkeiten prägten das Geschehen. „Das musste zu großen Teilen überhaupt nicht sein“, blickte Schwanebecks Trainer Lars Seidler zurück, „von beiden Seiten nicht“.

Schwanebeck nutzt individuellen Fehler

Ein Freistoß der Gastgeber leitete dann das Toreschießen ein. Gästekeeper Dominik Hottelmann ließ den Ball klatschen, der Schwanebecker Christian Sellnow setzte stark nach und es hieß 1:0 (41.). So kurz vor der Pause war der Treffer ein psychologischer Vorteil für die Blau-Weißen.

Nach dem Wiederanpfiff war Rieder um Dominanz bemüht und kam dann nach rund einer Stunde auch zum Ausgleich durch Christoph Lindenberg. Mit weiterem Spielverlauf wurden jedoch konditionelle Vorteile beim Gastgeber erkennbar. Das nutzte Blau-Weiß zum Kombinieren. Einer dieser sehenswerten Angriffe endete mit der erneuten Führung, per Eigentor von Daniel Büttner.

Mit Zweikampfstärke setzte das Seidler-Team nach und kam nur fünf Minuten später zum 3:1. Ernst Benser trat erfolgreich vom Elfmeterpunkt an und verwandelte sicher.

Spannung bis zum Schlusspfiff

Der SV Grün-Weiß Rieder baute insgesamt ab, der Gastgeber hatte dadurch weiter mehr Räume zum Spielen. Nicht alle Chancen nutzte der SV Blau-Weiß allerdings zu Treffern. Nach einem Freistoß der Gäste herrschte Gerangel im Strafraum, Rieder kam zum späten 3:2-Anschluss (86.).

Unterbrechung nach unschönen Szenen

Am Ende wurde es leider noch unschön. Schwanebecks Christian Kesten war frei durch und marschierte Richtung Rieder-Tor. Vom letzten Mann der Gäste wurde er dabei etwa 25 Meter vor dem Tor rüde von den Beinen geholt. Danach eskalierte die Situation. Kesten hatte sich nicht unter Kontrolle und attackierte sein Gegenüber. Das wiederum provozierte Tumulte bei den Zuschauern, so dass Fans beider Lager auf den Rasen rannten. Nach einigen Minuten Unterbrechung und intensiver Beratung zeigte das Schiedsrichterkollektiv beiden Spielern Rot. Für weitere zwei Minuten pfiff Schiedsrichter Schäl diese Partie noch einmal an, am Ende kamen so 108 Minuten zusammen.

„So etwas ist völlig unnötig“, ging Trainer Lars Seidler auch mit seinem eigenen Spieler hart ins Gericht.

Statistik

Blau-Weiß Schwanebeck: Matz - Sellnow (53. Haase), Kesten, Hagen, Dannhauer, Barner, Strube, Benser, Heuser (80. Marchon), Bellan, Gerloff (90. Fischer);

Rieder: Hottelmann - Büttner, Klimow, D. Manthey, Hannawald, Schweinefuß, Broß, Stertz (46. M. Manthey), Lindenberg, Richter, Döpelheuer;

Torfolge: 1:0 Christian Sellnow (41.), 1:1 Christoph Lindenberg (58.), 2:1 Daniel Büttner (Eigentor/ 74.), 3:1 Ernst Benser (FE/ 79.), 3:2 Dustin Manthey (86.);

Schiedsrichter: Rainer Schäl (Stapelburg);

Zuschauer: 89;

bes. Vorkommnisse: Rote Karten gegen Christian Kesten (Blau-Weiß Schwanebeck, 90.+4) und Marc Philipp Manthey (Grün-Weiß Rieder, 90.+4).