Halberstadt l Mit dem 0:0 gegen den SV Babelsberg 03 blieb die Körner-Elf das fünfte Pflichtspiel in Serie ungeschlagen und behauptete den Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Filmstädter.

Germania zu ungenau vor dem Tor

Beide Teams gingen vorsichtig in die Partie, wollten unter allen Umständen einen Fehler vermeiden. Auf Halberstädter Seite wurden Flanken von Patrik Twardzik nach schnellem Umschalten und Kombinationsspiel geblockt (9.) bzw. waren etwas zu lang (12.). Nach einer Viertelstunde gewannen die Babelsberger etwas die Oberhand, sorgten vor allem über den quirligen Bogdan Rangelov auf der rechten Seite für Gefahr. Seine Eingaben waren aber zu ungenau oder wurden von der Germania-Abwehr geblockt. Die Heimelf leistete sich im Spiel nach vorn zu viele Ungenauigkeiten – teilweise auch dem Platz geschuldet.

Das erste Mal richtig gefährlich wurde es in Minute 33 vor dem Halberstädter Tor. Alexander Siebeck spielte sich auf der linken Seite im Strafraum durch, seine Eingabe klärte Luca-Falk Menke im letzten Moment gegen Daniel Frahn. Babelsberg forderte vergeblich einen Elfmeter, weil Frahn in dieser Aktion im Gesicht getroffen wurde. Noch hochkarätiger war vier Minuten später die Chance für Tobias Dombrowa, der das Leder freistehend aus zehn Metern nach Ballgewinn im Mittelfeld und Querpass von Rangelov nicht voll traf. Beim ersten gefährlichen Halberstädter Schuss prüfte Fabian Wenzel nach 42 Minuten Gästekeeper Marwin Gladrow.

Germania mit Glück in der Nachspielzeit

Auch nach Wiederanpfiff blieben Torraumszenen Mangelware, ein zur Ecke abgefälschter Schuss von Patrik Twardzik nach Kanther-Freistoß blieb für längere Zeit der einzige kleine Aufreger (50.). Die besseren Möglichkeiten hatte wie schon in Durchgang eins der SV Babelsberg. Nach Frahns Kopfballablage schoss Sven Reimann knapp am linken Pfosten vorbei (72.). Die beste Germania-Chance entsprang eher dem Zufall, ein als Flanke gedachter Ball von Nico Hübner senkte sich gefährlich und wurde von Gladrow über die Latte gelenkt (79.).

Nachdem Batikan Yilmaz noch zweimal gefährlich vor dem Tor der 03er aufgetaucht war, hatten die Halberstädter in der Nachspielzeit Glück, wenigstens einen Zähler daheim zu behalten. Erst schoss Matti Trianni knapp drüber, bei der größten Chance fehlte Pieter-Marvin Wolf nach Frahn-Flanke und Kopfball von David Danko ein Schritt, um den Ball am langen Pfosten die entscheidende Richtung zu geben.

Obwohl in Anbetracht der Chancenvorteile auch ein Sieg möglich war, zeigte sich Babelsbergs Trainer Predrag Uzelac mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Wir haben kämpferisch gut dagegen gehalten und hinten absolut nichts zugelassen.“ Sein Gegenüber Sven Körner sah die beiden gesetzten Ziele erfüllt: „ Wir wollten auch diesmal die defensive Stabilität aus den letzten Spielen an den Tag legen und Babelsberg mit einem Unentschieden wenigstens auf Abstand halten.“

Statistik

VfB Germania Halberstadt: Sowade - Junge-Abiol, Menke, Ambrosius, Schmedemann, Wenzel - Löder (81. Aral), Kanther - Twardzik, Popowicz (61. Yilmaz), Korsch (70. Hübner);

SV Babelsberg 03: Gladrow - Montcheu, Awassi, Lela, Siebeck - Reimann, Koch, Danko - Rangelov (81. Wolf), Frahn, Dombrowa (61. Trianni);

Tore: Fehlanzeige;

Schiedsrichter: Steven Greif (Westhausen);

Zuschauer: 419.