Halberstadt l Ganz oben spielt der Staffelsieger FC Energie Cottbus mit 32 Zählern in seiner eigenen Liga. Danach kommen mit Auerbach (22) und Halberstadt (21) zwei Teams, die dort oben nur wenige erwartet haben. Und: Germanias dritter Platz muss eigentlich noch höher bewertet werden, da die Vorharzer ein Spiel weniger als die Vogtländer absolviert haben.

Mit Lok Leipzig kam nun eine Mannschaft mit viel Bereitschaft und großer Mentalität ins Friedensstadion. Aber auch die wurde gestoppt. Die Halberstädter hatten zwar zunächst das Quäntchen Glück auf ihrer Seite, Trainer Andreas Petersen verteilte dennoch Komplimente, da das Team trotz Veränderungen in der Startelf, guten Fußball zeigte. „Auch die, die länger nicht gespielt haben, wie Tom Nattermann oder Kay Michel, der das 1:0 macht, haben überzeugt. Dustin Messing kommt rein und trifft zum 2:0. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Leidenschaft gezeigt. Dies, obwohl wir alle drei, vier Tage ran müssen, es dieses Mal heiß war und wir ein hohes Tempo gehen. Lohn ist der vierte Platz – der absolute Hammer.“

Mehr Zuschauer erwartet

Getrübt wurde die gute Laune beim 57-Jährigen nur durch die Zuschauerzahl, hatte er doch auf 1000 Besucher gehofft. „Dass nur 600 kamen ist ärgerlich.“

Dustin Messing, der für Michel nach einer Stunde ins Spiel kam, beschrieb einen Ruck, der durchs Team ging. „In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht richtig auf dem Feld, das lag vielleicht am Wetter und den Englischen Wochen, die zehren unglaublich. Nach der Pause lief es besser, auch die Einwechsler haben frischen Wind und neue Geschwindigkeit reingebracht.“ Über sein erstes Saisontor freute sich der 21-Jährige, wusste aber auch, bei wem er sich zu bedanken hatte. „Grandios, dass Hendrik (Hofgärtner/d.Red.) mir den Ball nochmal rüberlegt. Er hätte es auch allein machen könne, so bin ich es der trifft. Wichtig ist aber nur, dass am Ende das Team gewinnt. Jetzt stehen wir auf Platz vier – was will man mehr!“