Halberstadt l Darüberhinaus vermeldeten die Nordharzer drei weitere Neuzugänge. Besonders erfreulich an den Neuverpflichtungen: Mit Elias Löder und Maximilian Farwig stehen wieder zwei Harzer Fußballer im Kader des VfB Germania. „Wir freuen uns, dass beide den Weg zu uns gefunden, das bringt auch ein Stück weit Identifikation mit der Region. Es sind entwicklungsfähige Spieler, die im Training ihr Können unter Beweis gestellt haben. Sie müssen sich weiterhin in jedem Training beweisen, dann werden wir viel Freude mit ihnen haben“, kommentiert Germania-Trainer Sven Körner die Verpflichtung der beiden 19-Jährigen.

Elias Löder und Maximilian Farwig erlernten das Fußbal-Abc beim FC Einheit Wernigerode, Löder spielte zuletzt – mit Profivertrag – in der A-Jugend des FC Erzgebirge Aue und Farwig bei den A-Ju­nioren des 1. FC Magdeburg.

Als dritter Neuzugang wurde Mardochee Tchakoumi vom TV Herkenrath verpflichtet, der ebenfalls erst 20-jährige Mittelfeldspieler absolvierte in der Vorsaison 23 Punktspiele in der Regionalliga West. „Er kann den Rhythmus bestimmen, hat ein gutes Aufbauspiel und ist ballsicher. Man sieht seine gute Ausbildung und die Präsenz auf dem Spielfeld, auch wenn er nicht der schnellste ist. Er ist ein Spieler der uns sofort weiter hilft und eine gute Rolle spielt“, schätzt Sven Körner den defensiven Mittelfeldspieler ein.

Starke 35 Minuten in Wolfenbüttel

Im Testspiel beim MTV Wolfenbüttel attestierte Trainer Sven Körner seiner Elf vor allem in den ersten 35 Minuten eine überzeugende Vorstellung. „Die Mannschaft hat die besprochenen Dinge in der ersten Halbzeit gut umgesetzt. Wir hatten viele Balleroberungen durch gutes Pressingverhalten, haben über eine halbe Stunde lang das Spiel bestimmt und lagen verdientermaßen in Führung“, lobte der Halberstädter Trainer die gute Vorstellung seiner Mannschaft.

Dennis Blaser sorgte nach Vorarbeit von Dustin Messing für die frühe Führung (8.), nach Standardsituationen legten die Nordharzer schnell zum 0:3 nach. Erst traf Paul Grzega im dritten Anlauf, nachdem Wolfenbüttels Torwart Philipp Steinke zwei Versuche von Phillip Knechtel und Elias Löder abgewehrt hatte (11.). Acht Minuten später war dann Neuzugang Löder – wiederum nach einem Eckball – zur Stelle.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit kam der MTV Wolfenbüttel besser ins Spiel, nach dem Seitenwechsel ging der Faden bei den Halberstädtern vollends verloren. „Wolfenbüttel wurde deutlich stärker, hat uns hinten reingedrängt und folgericht zwei Tore erzielt. In dieser Phase hatten wir zu wenig Kontrolle, wenn uns der Gegner angelaufen hat, haben wir uns nicht getraut, unter Druck Fußball zu spielen. Wir haben die Bälle zu leicht hergegeben, dann fehlte die Organisation. Bei den Gegentoren haben wir individuelle Fehler geleistet und die Mitte nicht stark gemacht“, bemängelte Trainer Sven Körner.

Bereits morgen haben seine Jungs die Chance, diese Fehler abzustellen. Beim TSV Havelse, in der Vorsaison Tabellen--. der Regionalliga Nord, wartet die nächste Standortbestimmung auf den VfB Germania. „Das Spiel in Wolfenbüttel hat gezeigt, wir haben noch viel Luft nach oben. Aber wir sind auch erst zehn Tage im Training. In den nächsten Einheiten gilt es, sich weiter als Mannschaft zu finden“, so Sven Körner.

VfB Germania Halberstadt: Brinkmann (Sowade) - Messing, Menke, Knechtel, Schulze, Walter, Tchakoumi, Grzega, Löder, Blaser (Ambrosius, Wenzel, Farwig, Bretgeld, Frrchow, Yilmaz, Korsch, Hübner);

Torfolge: 0:1 Dennis Blaser (7.), 0:2 Paul Grzega (10.), 0:3 Elias Löder (28.), 1:2 André Linek (59.), 2:3 Niklas Kühle (70.).