Halberstadt l Der VfB Germania und Coach Max Dentz werden in der Saison 2019/2020 nicht weiter zusammenarbeiten. Der bisherige Cheftrainer wird Germania zum Saisonende verlassen. „Drei Jahre intensivster Tätigkeit, mit hohem persönlichem Einsatz und viel Engagement erfordern auch einmal neue Blickwinkel“, so der Wortlaut zu Beginn der Mitteilung.

Der Verein kann gemeinsam mit Maximilian Dentz auf sportlich erfolgreiche drei Jahre zurückblicken. Zunächst war der 30-Jährige zwei Jahre Assistent von Andreas Petersen, im Sommer 2018 übernahm er den Chefposten und erledigte diesen Job gut – Platz acht in der Abschlusstabelle der Regionalliga Nordost und der Einzug ins Landespokalendspiel unterstreicht dies.

Die richtigen Weichen wurden gestellt

Nach dem Abstieg in die Oberliga wurde mit Dentz erfolgreich der Wiederaufstieg in die Regionalliga gemeistert sowie die 1. Hauptrunde des DFB Pokals erreicht. Auch zwei Jahre später steht der VfB wieder in der 1. Hauptrunde, Max Dentz wird dieses Highlight nicht mehr als Cheftrainer der Vorharzer erleben.

Erik Hartmann, Präsident des VfB Germania, äußert sich wie folgt: „Die sportliche Entwicklung speziell in dieser Saison ist bemerkenswert. Wer hätte zuvor gedacht, dass wir auf diesem Tabellenplatz landen werden. Und dies unter dem eingeschlagenen Weg des Vereins. Dieser Erfolg wird auch einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Konsolidierung beitragen und bestätigt uns nur, dass wir die richtigen Weichen gestellt haben. Zuschauer die bereits Minuten vor Spielende aufspringen und Standing Ovation spenden – auch wenn die Mannschaft einmal zurück lag; ich weiß nicht, wann ich dies zuletzt erlebt habe. All das trägt natürlich auch die Handschrift von Maximilian Dentz. Eine junge Trainerpersönlichkeit, die auch schon während seiner Zeit bei uns als Co-Trainer seine Duftmarke gesetzt hat und dem ich auf diesem Wege nochmals ausdrücklich für seine geleistete Arbeit danken sowie für seine kommenden Ziele alles erdenklich Gute wünschen möchte.“

Trotz des bevorstehenden Abschieds, für Dentz zählt derzeit nur das Endspiel um den FSA-Pokal. „Genauso wie die Jungs bin ich voll fokussiert auf den Halleschen FC. Ich will, dass sie sich noch einmal so richtig belohnen, für das, was sie diese Saison in einer nicht einfachen Regionalliga Nordost geleistet haben. Und wenn zu meinem Abschied dieses besondere Geschenk dabei rumkommen würde, wäre das die Krönung einer gelungenen Zusammenarbeit. Uns war es wichtig, dass der Verein frühzeitig Klarheit hat, wie es auch mit mir weitergeht – ganz im Sinne des bisherigen Miteinanders und der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Von daher bin ich dankbar für die Chance, die mir hier in den letzten Jahren gegeben wurde und schaue deshalb nicht nur mit einem weinenden Auge zurück“, betont der scheidende Cheftrainer des VfB Germania.

Als Nachfolger für den 30-Jährigen geisterte Mitte der Woche bereits ein Name durchs Friedensstadion: Andreas Golombek. Der 50-Jährige Fußballlehrer war zuletzt für die SF Lotte tätig, spielte einst auch für den 1. FCM und kommt auf mehr als 200 Zweitligaeinsätze. VfB-Präsident Erik Hartmann kommentierte das so: „Das kann ich aus meiner Sicht ausschließen. Wir haben derzeit noch keinen neuen Trainer.“