Halberstadt l  Im Heimspiel gegen den Berliner AK geht es um wichtige Punkte für den Klassenverbleib.

Vorfreude ist spürbar

Mit einem Flutlichspiel gegen den Tabellenelften aus der Bundeshauptstadt endet für den VfB Germania am Freitagabend um 19 Uhr die Winterpause, motiviert gehen Trainer Sven Körner und seine Mannen die zweite Saisonhälfte an. „Jeder brennt, dass es endlich wieder los geht. Wir hatten zwar nur einer kurze Vorbereitung, aber jeder ist an dem Punkt angekommen, losgelassen zu werden. Ich freue mich genauso, dass es wieder los geht“, schildert der Germania-Coach die Stimmungslage in der Mannschaft.

Personell kann Sven Körner fast aus dem Vollen schöpfen, auf seinen Kapitän muss der VfB-Trainer jedoch verzichten. „Tino Schulze hat im letzten Testspiel gegen Meuselwitz einen Tritt in die Nierengegend bekommen, er hat Schmerzen und ist in seiner Beweglichkeit stark eingeschränkt. Am Dienstag steht eine MRT-Untersuchung“, erzählt Sven Körner, damit dürfte Tino Schulze auch im Landespokalspiel gegen den Halleschen FC ausfallen.

Startelf noch offen

Wer am Freitagabend gegen den Berliner AK in der Startelf steht, wollte sich der Trainer noch nicht entlocken lassen. „Wir werden im Trainerteam noch einmal alles abwägen, auch die letzten Trainingseindrücke berücksichtigen. Auch die Neuzugänge kratzen an der Startelf, es ist möglich, dass der ein oder andere von Beginn an zum Einsatz kommt“, so Körner zu den Winterzugängen. Deren Zahl hat sich gestern auf vier erhöht, nach Anton Kanther (1. FC Magdeburg), Kamil Popowicz (VfL 05 Hohenstein-Ernstthal) und Benyas Solomon Junge-Abiol (SV Lichtenberg 47) wurde gestern noch die Leihe von Marvin Temp bekannt gegeben. Der Stürmer vom 1. FC Magdeburg soll bis zum Sommer 2020 bei den Nordharzern Spielpraxis sammeln.

Auch beim Berliner AK drehte sich der Personalkarussell in der Winterpause, vier Abgängen standen zwei Neuzugänge gegenüber. „Zum Gegner haben wir ein paar ältere Infos, beim BAK hat auch ein kleiner Umbruch stattgefunden. Daher ist der Gegner auch etwas schwerer einzuschätzen. Wir wollen uns aber ohnehin mehr auf unser Spiel konzentrieren, wir wollen aggressiv spielen und dem Gegner Stress machen“, so die Marschroute von Trainer Sven Körner.

Grundzüge trainiert

Im Training hat er mit seinen Jungs an der Spritzigkeit gearbeitet und Standardsituation eingeübt. „Die Intensität in den letzten Wochen war sehr hoch, nun gilt es im Kopf und in den Beinen frisch zu sein.Wir müssen auf den Punkt da sein, um den Gegner nicht nur zu ärgern, sondern alles abzuverlangen und die drei Punkte in Halberstadt zu behalten“, erzählt Sven Körner.

Ärgernis über Rot-Weiß Erfurt

Einen klaren Standpunkt hat der Germania-Coach zum Rückzug des FC Rot-Weiß Erfurt. „Es ist eine absolute Farce, dass Führungspositionen in Vereinen eine Kalkulation aufstellen, die schon im Januar für den A... ist. Es ist respektlos den eigenen Spielern gegenüber und auch den anderen Mannschaften, die in der Rückrunde kein Heimspiel mehr gegen diese Mannschaft haben und denen fünfstellige Beträge fehlen. Für uns ist ein Heimspiel gegen Erfurt eine unheimliche Einnahmequelle. Mit den abgezogenen drei Punkten trifft es uns doppelt hart. Damit kann man aber auch eine Mentalität auf den Plan rufen, in der Form ,Jetzt erst recht‘. Und ich glaube die wollen meine Jungs auch“, erklärt Sven Körner.