Halberstadt l Die Begegnung beim FC Energie Cottbus verlor das Team aus dem Vorharz mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse. Der Drittliga-Absteiger, gegen die Germanen keineswegs voll überzeugend, nimmt indes immer weiter an Fahrt auf. Nach dem zehnten Saisonsieg steht Energie inzwischen auf dem zweiten Tabellenrang und mischt im Kampf um den Aufstieg wieder ganz vorne mit.

Körner rotiert in der Startelf

Verglichen mit dem letzten Punktspiel gegen Lok Leipzig (0:2/d. Red.) rotierte Trainer Sven Körner in der Startformation. Justin Bretgeld, Stefan Korsch, Batikan Yilmaz und Fabian Wenzel rückten für Nico Hübner, Paul Grzega, Kimbyze-Kimby Januario und Ibrahim Mirza Aral rein. Letztendlich war es aber die Mannschaft, die vor einer Woche mit dem 7:2-Sieg beim FC Einheit Wernigerode im Landespokal überzeugt hatte.

Schon nach einer Viertelstunde fiel der Treffer das Tages. Felix Brügmann stieg nach einer Ecke am höchsten und köpfte ins lange Eck. Halberstadts Patrik Twardzik wollte noch retten, stolperte aber mit dem Ball ins Tornetz, weil kurz zuvor Moritz Broschinski dem Leder per Schulter noch einen letzten kleinen Richtungswechsel gegeben hatte. Er wurde auch als Torschütze gelistet.

Nur Augenblicke später versuchte es Twardzik aus der Distanz. Dessen Schuss aus etwa 30 Meter Torentfernung ließ FCE-Keeper Lennart Moser prallen. Dennis Blaser stand da, wo ein Mittelstürmer stehen musste und köpfte den zweiten Ball ins Tor. Schiedsrichter Jens Klemm hatte den Arm da aber bereits zwecks Abseits gehoben. Trotz recht harmloser Offensive, nach 45 Minuten war für die Halberstädter nichts verloren, im Gegenteil, noch alles möglich.

Couragiert ohne gefährlich zu werden

Mit dem Wiederanpfiff zeigte sich der Gast auch durchaus beweglicher, richtig mutig oder forsch war das aber immer noch nicht.

Gleich zweimal hatte der VfB Germania nach rund einer gespielten Stunde Glück: Zunächst marschierte Berkan Taz einmal quer vor dem Strafraum der Vorharzer, um dann zu Broschinski zu passen. Der traf aus halbrechter Position den rechten Pfosten. Knapp zwei Minuten später hatte Brügmann den zweiten Cottbusser Treffer auf dem Kopf. VfB-Verteidiger Luca-Falk Menke agierte zu passiv, so dass die Lausitzer frei zur Flanke kamen. Völlig frei vor dem Gehäuse von Keeper Florian Sowade brachte der Energie-Angreifer die Kugel nicht im Tor unter, sondern traf die Querlatte.

Ab der 75. Minute wachte der Gast spürbar auf. Michael Ambrosius hatte in der Schlussphase die dickste aller Germania-Möglichkeiten. Eine Hereingabe von der rechten Außenbahn schloss er per Kopf aus Nahdistanz ab. Torwart Moser hielt seinen Kasten an diesem Tag allerdings sauber.

„Wir waren nur in den letzten 15 Minuten mutig“, fasste Trainer Sven Körner zusammen. „An diesem Tag war etwas drin. Uns fehlte aber die Intensität. Mein Team hat trotzdem viel Moral bewiesen.“

FC Energie Cottbus: Moser - Borgmann, Koch, Müller, Zickert - Taz (84. Beyazit), Bektic, Eisenhuth, Yildirim (90. Hoppe), Brügmann, Broschinski

Statistik

Germania Halberstadt: Sowade - Menke, Schulze, Ambrosius, Pläschke, Wenzel (74. Januario), Korsch, Bretgeld (86. Aral), Twardzik (74. Grzega), Blaser, Yilmaz;

Tor: 1:0 Broschinski (15.);

Schiedsrichter: Jens Klemm (Gröditz);

Zuschauer: 5.009.