Halberstadt l Unter den 6108 Läufern war auch der Halberstädter Raiko Eggert.Seit 2006 wird der neue Hauptstadtairport gebaut. Fünf Mal wurde seine Eröffnung schon abgesagt. Nun sollen 2020 die ersten Flugzeuge starten und landen.

Gestartet wird aber schon seit Jahren auf dem sonst verwaisten Flugfeld, allerdings ohne abzuheben. Denn es sind Läuferinnen und Läufer, die einen Rundkurs auf der riesigen Betonpiste absolvieren.

Raiko Eggert läuft den Halbmarathon

Der inzwischen 12. Airport Night Run lockte 6 108 Läufer an den Flughafen Berlin Brandenburg (BER). 4 203 entschieden sich für den 10-Kilometer-Lauf, 552 traten in der 4,4-Kilometer-Team-Staffel an und 98 walkten die 10-Kilometer-Strecke. Unter den 1 255 Teilnehmern beim Halbmarathon mischte sich Raiko Eggert.

„Ich habe durch Zufall davon erfahren und erlag dem besonderen Reiz dieser außergewöhnlichen Laufstrecke“, berichtet der Halberstädter.

Er fuhr nach Arbeitsschluss am Sonnabendnachmittag nach Berlin, holte seine Startunterlagen und wurde um 19 Uhr mit den Halbmarathonis auf die Strecke geschickt.

Eine halbe Stunde später folgten die Läufer 10-Kilometer-Strecke.

Flughafenchef gibt Startschuss

Den Startschuss für die Rennen gab Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup.

Dass man die komplette Laufstrecke, die unter dem riesigen Terminaldach des Flughafengebäudes begann, über und um die südlichen Start- und Landebahnen (4000 Meter), vorbei am Flugsicherheitstower und unter der Service-Arena der Fluggast-Gangways hindurch führte, bei dem Rennen komplett einsehen kann, nennt Raiko Eggert eine neue Erfahrung.

Hinzu kam, dass diesmal nicht nur angenehme Temperaturen und wenig Wind herrschten, sondern der Start bei Tageslicht stattfand.

Sonnenuntergang als Highlight

Alle nachtaktiven Läufer liefen einem fantastischen Sonnenuntergang entgegen. Auf Grund der einbrechenden Dunkelheit wurde die Start- und Landbahn mit mehrfarbigen Spots erleuchtet.

„Eine eindrucksvolle Kulisse. Das war so, als würden an dem Abend hier noch Flugzeuge starten und landen.“

„Ich kann jedem empfehlen einmal auf diesem Flugfeld zu rennen. Bald wird das nicht mehr möglich sein.“, so Raiko Eggert

zwei weitere Auflagen geplant

Zweimal noch werde der Airport Night Run stattfinden, bevor endlich der Flugbetrieb losgeht, war von Engelbert Lütke Daldrup zu erfahren.

„Ich kann jedem empfehlen, einmal auf diesem Flugfeld zu rennen. Wenn eines Tages Airbus, Boing und Co. hier starten und landen, wird das nicht mehr möglich sein“, so Raiko Eggert.

Er belegte mit 1,42:05 Stunde den 171. Platz und sicherte sich in der stark vertretenen Alterklasse M35 einen guten 46. Platz.