Darlingerode l Im Alter von acht Jahren begann die 17-jährige Darlingeröderin mit dem Skilanglauf, den Anstoß dazu gab Mutter Melanie. „Meine Mama, die früher selbst Skilanglauf machte, hat damals gesagt, ich solle mich sportlich betätigen und hat mir drei Vereine vorgeschlagen. Darunter fiel auch der Nordische Skiverein. Ich sollte erst einmal ein halbes Jahr zur Probe trainieren, um zu sehen war, wieviel Ehrgeiz dahinter steckt“, erinnert sich Alina an die Anfänge. „Anfangs sind wir hauptsächlich gelaufen, nach über einem Jahr ging es dann auch auf die Ski. Das hat mir erst nicht so viel Spaß gemacht, das kam dann mit Jahren und dann bin ich dabei geblieben“, fügte die mehrfache Deutsche Meisterin und Gewinnerin des Deutschlandpokals hinzu.

Angefangen hat sie bei Trainer-Urgestein Dieter Gersten, unter Thomas Kühlmann im Verein und Thomas Hedderich im Landeskader stieg die Leistungskurve stetig an. „Sie haben mir den Weg zur Sportschule geebnet“, blickt Alina Rippin dankbar auf die Unterstützung ihrer Heimtrainer zurück. „Obwohl wir manchmal nur zwei, drei Leute waren, haben sie das tägliche Training abgesichert.“ Im vierten Jahr trainiert die Harzerin nun an der Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal, unter den Fittichen von Lutz Hänel und Michael Hoffmann hat sie sich stetig weiter entwickelt.

Mit der Entwicklung zufrieden

Mit ihrer sportlichen Entwicklung ist sie im Gesamtbild zufrieden, „weil wirklich von Jahr zu Jahr eine Leistungssteigerung zu erkennen ist. Klar gibt es immer mal ein Tief, aus das man herauskommen muss. Zum Beispiel wenn man nach einer Krankheitspause wieder ins Training finden muss. Durch Corona ist im Moment das eine oder andere etwas schwierig oder anders, die Saison sehe ich eher als Übergangsjahr an, um im kommenden Jahr wieder richtig angreifen zu können“, richtet Alina Rippin ihren Blick bereits nach vorn.

Besonders gefällt ihr am Skilanglauf die Vielfältigkeit, „weil wir als Langläufer alles mögliche trainieren können. Man sagt nicht umsonst, ,Ein guter Wintersportler wird im Sommer gemacht.‘“ Der Trainingsbereich geht über das Laufen, Inliner fahren, Rollern, Radfahren, Schwimmen bis hin zum Rudern. „Wir können alles mögliche machen, was uns fit hält und macht. Das liebe ich an der Sportart.“ Im Regelfall trainiert sie acht Einheiten in der Woche und bis zu dreimal am Wochenende.

Ihre Stärke sieht Alina Rippin im Cross, „das liegt mir und macht mir mega viel Spaß. Auch in Distanzrennen läuft es sehr gut. Eine Schwäche sind dagegen die Sprintdisziplinen, auch an der Kraftkomponente habe ich noch gut zu arbeiten. Vor allem an der Armkraft. Auch technsich gibt es natürlich immer etwas zu verbessern.“

Das Nahziel der 17-Jährigen, die als Vorbilder Theresa Johaug und Jessica Diggins besonders verfolgt, ist die Aufnahme im C-Kader zur neuen Saison und die Qualifikation zur Junioren-Weltmeisterschaft. „Ansonsten schaue ich von Jahr zu Jahr“. In der Vorsaison verpasste sie das Ticket zur EYOF als jüngerer Jahrgang hauchdünn, hier hofft sie auf eine erneute Chance im Dezember 2021.

Als Ausgleich kocht Alina gern, „durch den Umzug vom Internat in die eigene Wohnung bleibt mir da auch nichts anderes übrig. Das ist schon ein Stressausgleich zum Alltag. Früher habe ich auch viel gebastelt oder gezeichnet, aber da fehlt mir momentan wirklich die Zeit für. Das Kochen oder auch Backen lässt sich besser in den Alltag einbeziehen.“