Hötensleben l Entscheidenden Anteil daran hat auch Björn Ohnesorge. Der Rückkehrer traf bereits neunmal und führt damit der Torjägerliste der Liga an. Vor dieser Saison hatte er kurz überlegt, ob er seine Karriere nicht beenden sollte, doch Björn Ohnesorge hat noch nicht genug. Zum Glück, für ihn und seinen Heimatverein SV Hötensleben. „Ich habe hier viele Freunde, deshalb habe ich es nochmal gemacht“, sagt der mittlerweile 34-Jährige. Und irgendwie schließt sich für den Torjäger auch der Kreis.

Nach Jugendzeiten in Hötensleben ging es nach Völpke und dort ganz schnell auf die ganz große Fußballbühne. „Ich war beim Bayernspiel zwar verletzt nur auf der Bank, aber die erfolgreichen Jahre mit Landespokalsieg und Aufstieg in die Oberliga waren besonders“, erinnert sich Ohnesorge. Dazu kam mit Thoralf Bennert ein Trainer der nicht alltäglichen Art. „Er war auf jeden Fall der beste Coach, den ich je hatte. Er konnte einem so viel auf und außerhalb des Platzes zeigen. Ich habe sehr viel von ihm gelernt“, sagt der Angreifer.

Beim USV schnell wohlgefühlt

Im Jahr 2008 ging es für Ohnesorge für anderthalb Jahre zum SV Allertal Wormsdorf, später für fünf Jahre zum Ummendorfer SV. Dort wurde der gebürtige Neindorfer heimisch. „Auch wenn der Ruf nach außen hin nicht immer der beste ist, habe ich mich in Ummendorf extrem wohl gefühlt“, sagt der Rechtsfuß. 2015 kehrt er dann erstmals wieder nach Hötensleben zurück. Seine Tore helfen drei Jahre lang die Klasse zu halten. In der Saison 2017/2018 gelingen ihm 23 Treffer. Es folgt der Wechsel zurück nach Ummendorf. Und während der SVH in der Spielzeit danach absteigt, gelingt dem Ummendorfer SV in souveräner Manier der Aufstieg in die Landesliga. Ohnesorge steuert zwar nur sechs Tore dazu bei, hat aber beim Kreispokalfinale gegen den SV Angern seinen großen Auftritt. Beim 6:0-Erfolg trifft er dreimal.

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Die erste Halbserie in der Landesliga erlebt der Zehner nur noch als Teilzeitkraft, wird oft ein- oder ausgewechselt. Dann kommt die erste Coronapause und damit viel Zeit zum Nachdenken. Im Sommer 2020 wird Ohnesorge Vater, eine Tochter. „Ich wollte vorher zwar die Fußballgeschichte der Ohnesorges weiter schreiben, würde sie nun aber um nichts in der Welt eintauschen“, erzählt der stolze Papa.

Björn Ohnesorge über den Saisonstart

Die langen Auswärtsfahrten sind aber nichts mehr für das junge Familienglück. Ohnesorge will kürzer treten und schließt sich wieder seinem Heimatverein an. Ein Glücksgriff für beide Seiten. „Es war natürlich ein mega Start für uns. Wir haben viel Spaß im Training und einen breiten Kader. Dazu sind wir zwar etwas in die Jahre gekommen, aber extrem eingespielt“, hebt der Routinier die Vorzüge seiner Mannschaft heraus. Vor den Duellen gegen die direkte Konkurrenz stoppte Corona die Spielzeit und den Lauf des SVH. „

Wir haben uns auf die Spiele gefreut“, so Ohnesorge. Die restlichen Partien geht der aktuelle Tabellenzweite mit einem klaren Ziel an. „Wir wollen aufsteigen“, sagt der Torjäger, der gerne „noch die komplette Serie zu Ende spielen würde“. Wie es danach für ihn weiter geht, steht noch nicht fest. Nur eines kann er ausschließen. „Als Trainer sehe ich mich nicht.“