Niederndodeleben l Der Kreismeister aus der Börde steht momentan auf Rang drei in der Staffel 2. Gut möglich, dass sich daran für die nächsten Monate nichts ändert.

Sascha Neumann hat jetzt, wie so viele andere Menschen auch, Zeit, sich um Dinge zu kümmern, die sonst aufgrund der täglichen Hektik auf der Strecke bleiben. „Es ist schon nicht so einfach, wenn man sonst drei Tage in der Woche auf dem Sportplatz ist und jetzt zu Hause rumdümpelt“, sagt der 31-Jährige. Seinem Beruf kann der Außenspieler momentan immerhin noch eingeschränkt nachgehen. „Wir dürfen zwar keine Autos mehr im Autohaus verkaufen, aber es gibt zum Glück noch andere Arbeiten, die erledigt werden müssen.“ Er ist für jede Abwechslung dankbar.

Mannschaft setzt auf digitalen Austausch

Seine Mannschaft hält weiter über die Whats-App-Gruppe Kontakt, zudem über das soziale Netzwerk instagram. Bei der Stay-at-home-Challenge markieren sich die Fußballer beispielsweise gegenseitig und jonglieren mit einer Klopapierrolle. Daran, dass die Kicker des TSV Niederndodeleben bald auch wieder auf dem Rasen zusammen spielen können, glaubt Neumann nicht. „Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass noch gespielt werden wird. Das ist für uns in unserer ersten Landesklassensaison und mit dieser Ausgangsposition natürlich besonders ärgerlich, doch die Gesundheit geht vor.“

Immerhin gerät der Verein nicht in Not. „Glücklicherweise verdient niemand bei uns mit dem Fußball Geld, so dass die finanziellen Folgen überschaubar sind.“