Haldensleben l Nach schwachem Start mit vier Punkten aus den ersten fünf Spielen gelang mit Siegen gegen Fortuna Magdeburg und in Barleben der Befreiungsschlag. Der Verbandsligist aus Haldensleben ist nach der Hinrunde deutlich besser platziert als im Vorjahr. Mit einem Plus von je acht Punkten und Tabellenrängen sowie positiver Tordifferenz als Zwischenbilanz gegenüber der Vorsaison, liegt der HSC aussichtsreich auf dem Weg zu seinem Saisonziel.

Aufbruchsstimmung beim HSC

Denn mit sieben Neuzugängen, darunter das Trainergespann mit Marco Wagner/Stefan Kobert und Ingo Herrmanns als Sportchef, etwas breiter aufgestellt als zuvor –sowie einem Wochenend-Trainingslager zum Saisonauftakt – verbreitete der Verbandsligist nach dem Überlebenskampf der letzten Spielzeit eine gewisse Aufbruchsstimmung für seine nunmehr bereits 16. Verbandsligasaison. Folgerichtig steht deswegen diesmal ein einstelliger Tabellenplatz im Fokus der Vereinsführung.

Nach ausnahmslos siegreichen Vorbereitungsspielen und einem erfolgreichen Landespokal-Auftakt (3:0 in Calbe) gab es allerdings erst einmal das Kontrastprogramm mit einem Fehlstart ohne Punktgewinn aus den ersten drei Spieltagen. Dabei und auch noch danach erlebte man absolut unnötige Punkteinbußen wie in Sangerhausen, Bitterfeld, Kelbra, Arnstedt und bei Landesmeister Ammendorf. Erst der Heimsieg gegen Fortuna Magdeburg führte zu einem Befreiungsschlag.

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Hinserie mit Höhen und Tiefen

Trotz Landespokal-Ausstieg (0:2 in Barleben) gelang der Elf von Marco Wagner mit vielen Punkten am Stück und Platz acht der angestrebte einstellige Tabellenplatz. Danach gelang trotz wechselvoller Ergebnisse mit Niederlagen bei beiden Aufsteigern, aber auch klaren Heimsiegen gegen Thalheim und Schönebeck sogar der Sprung auf Tabellenplatz sechs.

Positiv und deutlich unterschiedlich zum Vorjahr entwickelte sich dabei das Defensivverhalten, da man in nur einer einzigen Partie (2:3 in Westerhausen) mehr als zwei Gegentreffer zuließ, was außerdem nur noch die Spitzenteams Ammendorf, Amsdorf sowie Elster und Dessau schafften.

Offensive hat Luft nach oben

Dem gegenüber gelangen der Mannschaft selbst aber auch nur in zwei Begegnungen mehr als zwei eigene Treffer, 5:2 gegen Dölau und 4:1 gegen Schönebeck. Somit hält sich auch angesichts zweier offensivstarker Spielerabgänge (Neubauer, Kessler), des weitgehenden Ausfalls von Neu-Stürmer Sebastian Tolle und unübersehbarer Abschlussschwächen insgesamt, auch aufgrund verständlicher Anpassungs- probleme aller Neuzugänge, die Trefferzahl in relativ überschaubaren Grenzen.

Sie wurde auch durch vier vergebene Elfmeter zusätzlich geschmälert und letztendlich von Lucas Krüger mit vier Treffern, Tim Girke und Dominik Siegmund (je 3), Sebastian Tolle, Leo Lipowski, Benjamin Sacher und Denny Hevekerl (je 2) sowie Kevin Zimmermann, Max Stadler und ein gegnerisches Eigentor realisiert.

Darüber hinaus trafen im Landespokal noch Tim Girke, Christopher Kessler und Leo Lipowski. Mit der Momentaufnahme Platz sechs zur Saisonmitte und ziemlich großer Fallhöhe von nur drei Zählern Abstand zu Rang zwölf vermittelt der HSC in dieser Spielzeit bisher trotz defizitärer Chancenverwertung einen spielerisch gefestigten, offensiver ausgerichteten und mannschaftlich geschlossenen Eindruck, womit man auch den Spitzenteams aus Merseburg (0:0) und Ammendorf sowie Kreisrivalen und Oberliga-Absteiger Barleben Paroli bieten konnte.

Auswärts noch anfällig

Bedenklich ist derzeit allerdings die Auswärtsschwäche mit insgesamt nur fünf erspielten Zählern bei nur einem einzigen Sieg in sieben Partien, womit man nur noch Schlusslicht Schönebeck hinter sich hat.

Diesbezüglich sollte sich die Mannschaft in der Rückrunde für oftmals durchaus ansprechende Leistungen einmal belohnen, damit auch die exzellente Arbeit des Trainerduos weitere Früchte trägt und das Saisonziel fest im Visier bleibt.